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Nicht nur Unwetter bringen Millionenschäden auf die Kanaren

Unwetter bringen sofort sichtbare Schäden auf die Kanarischen Inseln. Doch es gibt mehr als das, wie unsere Leserreporterin zu berichten weiß.

Von Leserreporter – Lesedauer: 2 Minuten – 0 Leserkommentare bei Teneriffa News

Von Marlis Zoschke

Vor vielen Jahren konnte kaum ein Einwohner auf Teneriffa mit den Bezeichnungen „Umweltschutz“ und „Klimawandel“ etwas anfangen. Doch jetzt gibt es Millionenschäden durch Unwetter. Die Menschen müssen lernen, dass solche negativen Ereignisse Bestandteil des Lebens werden und sind.

Ich kann mir vorstellen, dass sich die Meinungen im Laufe der Jahre bei der Inselbevölkerung geändert haben. Solch schwere Wetterkatastrophen sind in den 25 Jahren, in denen wir jährlich mehrere Wochen auf Teneriffa verbrachten, nicht vorgekommen. Im Gegenteil, jeder Kanario war glücklich, wenn mal ein paar Tropfen vom Himmel kamen.

Die vielen Sprengungen können auch zu den Erdrutschen beigetragen haben. Wir haben immer nach oben gesehen, wo gerade mal wieder gesprengt wurde, und hatten kein gutes Gefühl dabei. Doch wenn sich jemand in den Kopf gesetzt hat, wieder einige „Chalets“ zu bauen, dann wurde das auch getan.

Dauerthema Abwasser auf den Kanaren

Das Abwasserproblem bekommt Teneriffa wohl kaum in den Griff in den nächsten Jahren. Ich habe gelesen, dass es eine Genehmigung gibt, ungeklärtes Abwasser an verschiedenen Stellen ins Meer einleiten zu dürfen. Ich kann das einfach nicht glauben.

Dass Abwasser auch ohne Genehmigung eingeleitet wird, ist keine Seltenheit, aber dann geschieht es heimlich. Strafe wird es dafür nicht nur in Deutschland geben. Aber auf den Kanaren gehen die Uhren wohl anders.

Die Kanarischen Inseln und der Müll

Wie sieht es denn mit dem Plastikmüll auf den Kanaren aus? Dieses Problem gibt es natürlich nicht nur auf den Inseln. Ich denke mal, auch dort bekommt niemand einen Preis für Schonung des Meeres. Die vielen Touristen, die sich am Strand erholen, werden auch Wasserflaschen – was normal ist – im Gepäck haben. Wird dabei immer alles korrekt entsorgt?

Laut Forschenden auf der „Polarstern“, ein Eisbrecher für die Polarforschung, heißt es, dass eine Plastikflasche bis zu 450 Jahre braucht, um sich zu zersetzen. Dabei zerfällt sie nicht vollständig, sondern bricht in winzige Teile: Mikroplastik. Forschende haben solche Partikel sogar im arktischen Meer-Eis gefunden.

In einem Liter Meereis wurden teilweise mehr als 12.000 Mikroplastik-Teilchen entdeckt.
Dieses Problem betrifft jeden von uns. Doch es wäre gut, wenn beim Thema Massentourismus auch dort genauer hingesehen würde.


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