Der Barranco de Arguineguín ist in Mogán auf Gran Canaria über die Ufer getreten. Die starken Regenfälle durch Sturm Therese erschwerten am Montag die Zufahrt in mehreren Teilen des Gemeindegebiets. Bürgermeisterin Onalia Bueno zufolge trat das Wasser aus dem Flussbett auf die Fahrbahn.
Die Feuerwehr von Mogán brachte zwei Personen in Sicherheit, die auf Dialyse angewiesen waren. Wegen des hohen Wasserstands waren sie von der Außenwelt abgeschnitten. Die Einsatzkräfte transportierten sie mit einem Feuerwehrfahrzeug hinaus.
Mehrere Bereiche der Gemeinde waren zeitweise von außen nicht erreichbar. Die Behörden überwachten den Wasserstand und prüften im Tagesverlauf, ob Straßen wieder freigegeben werden konnten. Die übrigen Bewohner blieben in ihren Häusern und waren dort sicher.
Sturm Therese trifft Gran Canaria hart
Bueno berichtet, Sturm Therese habe Mogán stärker getroffen als zunächst erwartet. Es sei der heftigste Niederschlagsabschnitt der zurückliegenden Regentage in der Gemeinde gewesen. Neben dem Barranco de Arguineguín kam es auch zu punktuellen Überflutungen am Strand von Tauro.
Auch an anderen Stellen auf Gran Canaria registrierten die Behörden Folgen des Unwetters. Am Barranco de Arguineguín wurden 60 Bewohner von der Außenwelt abgeschnitten. Nahe dem Barranco de Agaete wurden fünf Anwohner in Sicherheit gebracht. Auf der Kanaren-Insel blieben rund zehn Straßen gesperrt.
Die Wetterbehörde AEMET hatte für Gran Canaria am Montag eine gelbe Regenwarnung für die Gipfellagen sowie den Osten, Süden und Westen der Insel ausgegeben. Erwartet wurden bis zu 15 Liter Niederschlag pro Stunde und Quadratmeter, dazu vereinzelte kräftige Schauer mit Gewittern.
Wetter-Warnungen auf allen Kanarischen Inseln
Für alle Kanarischen Inseln gelten am Montag Wetterwarnungen der Stufen Gelb oder Orange. Auf Teneriffa, El Hierro und La Gomera sind zeitweise auch orange Warnungen aktiv. Auch am Dienstag und Mittwoch gelten weiterhin vereinzelte Unwetterwarnungen.
Nach den Wettermodellen sollte sich die Lage schrittweise entspannen. Eine Rückkehr zur Normalität wird für Donnerstag erwartet. Die Behörden rufen dazu auf, Fahrten in mittlere und hohe Lagen zu meiden, sich nicht an Barrancos oder der Küste aufzuhalten und Straßensperren zu beachten.
Bereits am Sonntag hatte der Durchfluss an mehreren Barrancos auf Gran Canaria sichtbar zugenommen. Die Mündung des Barranco de Agaete überflutete dabei die Naturpools und Badebereiche des Ortes vollständig. Zudem liefen Stauseen auf der Kanaren-Insel über.
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