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Samstag, 27. Juni 2026
Kanaren

Drahtzieher von großem Cyber-Betrug auf den Kanaren festgenommen

Die Polizei hat in Las Palmas de Gran Canaria einen mutmaßlichen Gauner festgenommen. Er soll Cyber-Betrug im großen Stil begangen haben.

In Las Palmas de Gran Canaria ist der Polizei ein Mann ins Netz gegangen, dessen Vorstrafenregister beachtlich ausfällt. Schon vor seiner Festnahme hatten die Ermittler den Gesuchten auf dem Schirm, denn gegen ihn lagen mehr als 20 laufende Haftbefehle vor, ausgestellt von verschiedenen Gerichten überall in Spanien.

Die Polizei auf den Kanarischen Inseln rechnet ihn einer organisierten Bande zu, die Cyber-Betrug in großem Stil betreibt. Die Masche läuft über Immobilienportale im Internet, auf denen die Täter Wohnungen zur Miete anbieten. Dahinter steckt allerdings nichts Reelles: Oft existieren die angepriesenen Objekte überhaupt nicht, oder sie gehören in Wahrheit ganz anderen Vermietern. Auf diese Weise sind bereits zahlreiche Opfer hereingelegt worden.

Den Anstoß zu den Ermittlungen gaben im Sommer des vergangenen Jahres die vielen Anzeigen, die landesweit in mehreren Polizeidienststellen eingingen. Die Geschädigten schilderten alle dasselbe Muster, nämlich Betrugsfälle rund um Wohnungsvermietungen, die über Immobilien-Webseiten zustande gekommen waren. Als die Polizei diese Anzeigen unter die Lupe nahm, zeigten sich darin zahlreiche Gemeinsamkeiten.

Cyberbetrug auf den Kanaren: Polizei nimmt Hauptverdächtigen fest

Nachdem die Beamten die Hinweise ausgewertet hatten, machten sie den nun festgenommenen Mann als Haupttäter in mehr als 100 Fällen aus. Seine maßgebliche Beteiligung an den Taten konnte die Polizei ihm nachweisen.



Mit dem Abschluss der polizeilichen Maßnahmen ging der Mann an die zuständige Justizbehörde über, die seine sofortige Inhaftierung anordnete. Ob noch weitere Mitglieder der Gruppe beteiligt waren, ist Gegenstand laufender Ermittlungen.

Vor betrügerischen Angeboten auf Immobilienportalen warnt die Polizei nach wie vor. Wer online eine Wohnung anmieten will, sollte ihrer Empfehlung nach besonders vorsichtig zu Werke gehen und verdächtige Anzeigen melden.

Auf keinen Fall sollte man vorab Zahlungen leisten, und zwar selbst dann nicht, wenn die Anbieter Druck machen. Überwiesen werden sollte ausschließlich nach Unterzeichnung und auch nur auf jene Konten, die im Vertrag genannt sind.

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