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Freitag, 3. Juli 2026
Kanaren

„Extreme UV-Werte“: Kanaren raten zu völligem Sonnenverzicht am Wochenende

In 29 Kanaren-Gemeinden werden extreme UV-Werte erwartet. Experten raten zu einem völligen Sonnenverzicht. Welche Orte warum betroffen sind.
Das Wichtigste in Kürze:
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  • Der kanarische Gesundheitsdienst warnt für 29 Gemeinden auf den Kanaren vor extremer UV-Strahlung.
  • Die Warnung gilt seit Donnerstagnachmittag und bleibt voraussichtlich bis Montag bestehen.
  • Die Behörde rät in den betroffenen Gebieten, ganz auf ein Sonnenbad zu verzichten.
Unsere Mitglieder sehen hier eine praktische Zusammenfassung

Der kanarische Gesundheitsdienst warnt in 29 Gemeinden auf den Kanarischen Inseln vor extremem UV-Strahlungsrisiko. Seit Donnerstagnachmittag ist die Warnung der regionalen Gesundheitsbehörde in Kraft und bleibt voraussichtlich bis Montag bestehen. Die Behörden empfehlen, in verschiedenen Gebieten der Kanaren gänzlich auf ein Sonnenbad zu verzichten.

Die Datenbasis für die Einstufung liefert die spanische Wetterbehörde. Grundlage ist eine Fünf-Tage-Prognose. Wöchentlich legt die Gesundheitsbehörde eine Karte des Archipels vor, auf der die Risikoniveaus verzeichnet sind. Der zugrunde liegende Präventionsplan unterscheidet fünf Stufen: niedrig, mäßig, hoch, sehr hoch und extrem.

Bei sehr hohem Risiko rät die Behörde zu täglichem Sonnenschutz mit Lichtschutzfaktor 50 oder Sonnenblocker. Außerdem solle man sich in den Mittagsstunden im Schatten aufhalten, Kopfbedeckung tragen sowie Kleidung, die Arme und Beine bedeckt. Ferner seien Sonnenbrillen zum Schutz der Augen ratsam. An welchen Orten das besonders gilt:

Extremes UV-Risiko auf den Kanaren steigt mit der Höhe

Betroffen sind vor allem höher gelegene Gemeinden. Auf Teneriffa stufte die Behörde Santiago del Teide und Vilaflor de Chasna als extreme Risikogebiete ein. 13 Gemeinden auf Gran Canaria sind von der höchsten Stufe betroffen: neben den Bergorten Artenara und Tejeda auch Moya, Teror, Santa Brígida, Valleseco, Vega de San Mateo, Valsequillo, Ingenio, Agüimes, Santa Lucía de Tirajana, San Bartolomé de Tirajana und Mogán.



Zudem sind acht Gemeinden auf La Palma von der Warnung erfasst: Barlovento, Garafía, Puntagorda, Puntallana, Tijarafe, El Paso, Villa de Mazo und Fuencaliente. Auf El Hierro sind es Valverde und El Pinar, auf La Gomera Alajeró. Für Fuerteventura nennt die Behörde Antigua und Betancuria, für Lanzarote Teguise und Haría sowie die gesamte Insel La Graciosa. In allen übrigen Gemeinden der Kanaren gilt weiterhin die Stufe sehr hoch.

Extremer UV-Index auf den Kanaren: Das raten Experten

Warum ausgerechnet die Höhenlagen so stark betroffen sind, hat einen konkreten Grund: Die UV-Belastung nimmt mit zunehmender Höhenlage zu, was die Häufung der Warnungen in den Bergregionen erklärt. Auch an bewölkten Tagen und bei Wind dringen die Sonnenstrahlen durch die Wolken, während das Hitzeempfinden geringer ausfallen kann. Die Kanaren sind laut Spaniens Wetterbehörde Aemet die Region Spaniens mit dem ganzjährig höchsten UV-Strahlungsniveau.

Kinder und ältere Menschen brauchen an Tagen wie diesen besonderen Schutz. Ein erhöhtes Risiko besteht laut Gesundheitsamt zudem für Menschen mit heller Haut, hellen Haaren und Augen, für Personen über 50 Jahre, für Menschen mit Hautkrebsfällen in der Familie sowie bei der Einnahme bestimmter Medikamente wie Antibiotika.

Fachleute der Behörde weisen darauf hin, dass Sonnenschäden kumulativ sind. Übermäßiges Sonnenbaden sowie Sonnenbrände in der Kindheit erhöhen das Risiko bestimmter Hautkrebsarten viele Jahre oder Jahrzehnte später.

Zu den akuten Folgen zählen DNA-Schäden sowie Überempfindlichkeit der Haut. Zu den langfristigen Risiken gehören Melanome, Basalzellkarzinome, Plattenepithelkarzinome sowie Augenerkrankungen.

Wie sich das Kanaren-Wetter auf den jeweiligen Inseln im Einzelnen entwickelt, sehen Sie hier über unsere aktuelle Wettervorhersage für die Kanarischen Inseln.

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