Eine Familienfeier auf Fuerteventura und zwei Ausbrüche auf Teneriffa haben zu 19 neuen Corona-Infektionen binnen weniger Tage geführt. Die drei Infektionsherde zeigen, wie schnell Covid-19 durch unbemerkt Erkrankte verteilt werden kann.
Jeweils vier Corona-Infektionen sind die Folge von zwei Ausbrüchen auf Teneriffa. Zudem haben sich elf Personen bei einer Familienfeier auf den Kanarischen Inseln infiziert. Dabei hatte ein Teilnehmer das Virus offenbar aus dem Mexiko-Urlaub mitgebracht und die Verwandtschaft infiziert.
Sechs der Infizierten wohnen auf Fuerteventura selbst, die übrigen fünf Personen waren von der Nachbarinsel Gran Canaria angereist, wo sie die Corona-Infektion nach der Feier auch wieder mit hin nahmen. Insgesamt wurden 91 Kontaktpersonen aller Teilnehmer der Familienfeier getestet. 90 davon hatten zunächst negative Ergebnisse. Sie werden jedoch weiterhin beobachtet.
Gesundheitsminister: „Die Pandemie ist nicht verschwunden“
Auch einer der Infektionsherde auf Teneriffa soll auf einen Fall aus dem Ausland zurückzuführen sein. Dabei sei das Virus wahrscheinlich aus den USA eingeschleppt worden, hieß es. Der dritte Fall habe nach Behördenangaben bisher keinen offensichtlichen Zusammenhang mit Auslandsreisen.
Die Regierung der Kanarischen Inseln kündigte an, die Kontrollmaßnahmen für Massenansammlungen „verschärfen“ zu wollen. Blas Trujillo, Regionalrat für Gesundheit, sagte bei seinem ersten offiziellen Besuch auf Fuerteventura, dass sich sein Ressort bemühe, „mögliche Ausbrüche unter Kontrolle zu bringen. Aber die gleiche Anstrengung werden wir auch von der Öffentlichkeit fordern“. Man müsse „sich bewusst sein, dass wir jeden Tag mit der Pandemie leben, die weiterhin nicht verschwunden ist.“
Trujillo: Corona-Fälle bei Flüchtenden oft kein Problem
Trujillo appellierte besonders an jüngere Menschen, Gesundheitsmaßnahmen und soziale Distanz zu respektieren. „Wir wissen, dass sie aus drei Monaten des Eingesperrtseins kommen und es ist normal, dass sie an Partys teilnehmen wollen“. Dies führe jedoch zu neuen Ausbrüchen. Und das Gleiche passiere bei Familientreffen, „bei denen wir uns alle sehen und umarmen wollen, was Teil unserer Kultur ist, obwohl wir jetzt etwas restriktiver mit diesen Zuneigungsbekundungen sein müssen.“
Auf die Corona-Fälle unter Flüchtenden angesprochen, die mit Pateras auf Fuerteventura ankamen, sagte Trujillo, dass diese Fälle zwar „technisch“ importierte Corona-Fälle seien, diese jedoch nicht als gleichwertiger Ausbruch bewertet werden müssten. Dies liege daran, dass „die Rückverfolgbarkeit der Kontakte in dem Moment gewährleistet ist, da sie alle gemeinsam ankommen“. Dies mache den Umgang mit Fällen dieser Art besonders problemlos. „Es werden PCR-Tests durchgeführt und dann werden sie isoliert“.
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Kanaren: Drei Corona-Ausbrüche sorgen für 19 neue Infektionen
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