Beim Thema geschlechtsspezifische Gewalt machen die Kanarischen Inseln nach wie vor eine traurige Figur. Im Vergleich der spanischen Regionen rangiert der Archipel bei den gemeldeten Fällen von Gewalt gegen Frauen auf dem dritten Platz. Hervor geht das aus Zahlen, die die Beobachtungsstelle gegen häusliche und geschlechtsspezifische Gewalt des Generalrats der Justiz am Montag vorlegte.
Insgesamt 11.503 Anzeigen wegen geschlechtsspezifischer Gewalt verzeichneten die Behörden auf den Kanarischen Inseln im Jahr 2024. Gegenüber dem Vorjahr war damit erneut ein leichtes Plus zu verbuchen.
Aus den Statistiken zur Gewalt gegen Frauen geht hervor, dass 95,1 Frauen je 10.000 Einwohner betroffen sind. Nur die Balearen und Navarra weisen bei dieser Rechnung höhere Werte aus als die Kanaren.
Gewalt gegen Frauen auf den Kanaren nimmt zu
In den zurückliegenden Jahren hat die geschlechtsbezogene Gewalt auf den Kanarischen Inseln zugenommen, und zwar bei einheimischen Frauen ebenso wie bei Ausländerinnen. Bei den Tätern handelt es sich überwiegend um spanische Staatsbürger.
Um 0,6 Prozent kletterte die Zahl der Anzeigen wegen geschlechtsbezogener Gewalt auf den Kanaren im Jahr 2024 gegenüber dem Vorjahr. Bundesweit verläuft die Entwicklung dagegen in die andere Richtung, denn spanienweit gehen die Fallzahlen zurück.
3082 Urteile wurden im vergangenen Jahr auf den Kanaren gesprochen. Zumindest bei den Verurteilungen bedeutete das einen Rückgang von 4,2 Prozent im Vergleich zu 2023.
Spanien und die Frauenrechte
Frauenrechte sind in Spanien ein grundlegendes Thema, und die Kanarischen Inseln bilden dabei keine Ausnahme. Verschiedene Initiativen der vergangenen Jahre verfolgten das Ziel, die Rechte von Frauen zu stärken und die gesellschaftliche Gleichheit voranzubringen.
Ein drängendes Problem bleibt die geschlechtsbezogene Gewalt dennoch, was zeigt, dass es weiterhin Reformen und Kampagnen braucht. Einen großen Teil der Arbeit leisten dabei NGOs, die mithelfen, das Bewusstsein für die Thematik zu schärfen.
















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