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Kanaren: Trotz Tourismus-Plus gehen immer mehr kleine Geschäfte pleite


Die Kanarischen Inseln spurten von Rekord zu Rekord. Doch trotz steigender Touristen-Zahlen, müssen zunehmend mehr Einzelhändler für immer schließen.

Von Juan Martín Lesedauer: 2 Minuten

Der Handel auf den Kanarischen Inseln verzeichnet steigende Umsätze. Und doch geht es der Branche schlecht. Denn auch aufgrund der steigenden Touristenzahlen können die Einzelhändler auf den Kanaren zwar rein bilanziell mehr umsetzen. Doch bei genauem Hinsehen trügt der Schein.

Denn im Vergleich zu 2019 machten die Geschäfte auf den Kanarischen Inseln etwa vier Prozent mehr Umsatz. Unter Berücksichtigung der stark angestiegenen Inflation genügt dieses Umsatz-Plus jedoch für einige Einzelhändler nicht zum überleben. Denn viele Kosten stiegen im selben Zeitraum ungleich stärker.

In den vergangenen vier Jahren haben nach Angaben des Kanarischen Instituts für Statistik (Istac) 924 kleinere Geschäfte auf den Kanaren für immer ihre Türen geschlossen. Allein im vergangenen Jahr kamen trotz eines kumulierten Umsatz-Zuwachs von 8,2 Prozent 117 Geschäftsaufgaben hinzu.

Kanaren-Handel: Gran Canaria verliert die meisten Händler

Aktuell zählen die Kanarischen Inseln 8739 kleinere Händler. Im September 2019 lag diese Zahl noch bei 9663. Im Vergangenen Jahr waren es 8856. Doch nicht alle Inseln sind gleichermaßen von den Geschäftsaufgaben und Insolvenzen betroffen.

So ist Gran Canaria die Insel mit den größten Verlusten im zurückliegenden Jahr. Dort gaben 2,4 Prozent der Einzelhändler auf. Es bleiben somit 3166 Geschäfte. Dahinter liegt La Palma mit 382 verlorenen Geschäften. Das entspricht einem Rückgang von 2,3 Prozent. An dritter Stelle folgt Teneriffa. Auf der größten Kanaren-Insel beträgt das Minus 1,8 Prozent. Es verbleiben 4053 Geschäfte – und damit fast 900 Einzelhändler mehr als auf Gran Canaria.

Mehr Großhandel und gegenläufiger Trend auf zwei Kanaren-Inseln

Demgegenüber stehen zwei Inseln, die gegen den Trend agieren. Denn auf Lanzarote und El Hierro entwickelt sich der Handelssektor sogar positiv. Auf Lanzarote gibt es aktuell 733 Geschäfte und damit einen Zuwachs von 1,1 Prozent. Auf El Hierro kamen im vergangenen Jahr zwei neue Geschäfte hinzu. Was zunächst nach einer geringen Zahl klingt, erzielt in der Gesamtbetrachtung eine ganz andere Wirkung. Denn damit verfügt die Insel nun über 59 Händler – immerhin ein Plus von 3,4 Prozent.

Der Großhandel entwickelt sich ebenfalls wieder positiv. Die Kanaren meldeten Ende September 3119 Großhändler. Vor einem Jahr waren es 17 weniger gewesen. Allerdings lag die Zahl vor der Krise wiederum über dem heutigen Wert.


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Juan Martín ist redaktioneller Mitarbeiter von Teneriffa News. Zu seinem Autorenprofil geht es hier.

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