Vier Warnstufen: Das sind die aktuellen Corona-Regeln auf den Kanaren


Die Regierung der Kanarischen Inseln hat die aktuellen Vorgaben zur Eindämmung des Corona-Virus erneut konkretisiert. In vier Warnstufen gelten unterschiedliche Ge- und Verbote. Das müssen Sie jetzt wissen.

Lesedauer: 4 Min.

Die Corona-Maßnahmen der kanarischen Regierung sind erneut konkretisiert worden. Der zuständige Rat beschloss die folgenden Regeln für die Kanarischen Inseln. Sie weichen teilweise schon wieder leicht von denen auf dem offiziellen Aushang (Foto) ab.

Corona-Maßnahmen für die Kanaren

Die Maßnahmen unterscheiden vor allem die jeweilige Situation der einzelnen Kanarischen Inseln. Die Bewertung wird entsprechend individuell vorgenommen. Die Maßnahmen lauten wie folgt:

Corona-Maßnahmen für Inseln in Stufe vier

Inseln, die in Alarmstufe vier eintreten oder sich bereits dort befinden, dürfen Ein- und Ausreisen nur aus wichtigem Grund zulassen. Tourismus wurde in der Verschärfung nicht ausdrücklich ausgeschlossen. Im Umkehrschluss muss dieser unter Einhaltung der geltenden Einreiseregelungen (QR-Code und negativer PCR-Test) erlaubt bleiben.

Während die Ausgangsperre der von Stufe drei (siehe unten) entspricht, werden wirtschaftliche Aktivitäten bereits um 18 Uhr heruntergefahren. Dazu zählen auch Restaurants, Cafés und Bars, die bis dahin bei deutlich eingeschränkter Kapazität Gäste auf ihren Terrassen empfangen dürfen. An einem Tisch dürfen maximal vier Personen sitzen.

Treffen von Menschen, die nicht zusammenleben, sind auf zwei Personen beschränkt worden. Nach 18 Uhr bleiben zudem nur noch wichtige Geschäfte geöffnet. Dazu zählen beispielsweise Apotheken. Lieferdienste dürfen hingegen bis 22 Uhr arbeiten. Ab dann gilt auch eine Ausgangssperre bis morgens um 6 Uhr.

Die Regierung kündigte erweitere Regelungen zur Telearbeit an. Zudem werde der Handel auf 25 Prozent seiner bisherigen Kapazität beschränkt. Auch an Ständen werde die Kapazität reduziert. Dabei gelten lokale Verordnungen.

Sport ist in geschlossenen Räumen mit maximal 25 Prozent der eigentlichen Kapazität erlaubt. Im Freien ist Individualsport erlaubt. Allerdings muss ein Abstand von mindestens zwei Metern zu anderen Personen eingehalten werden.

Corona-Maßnahmen für Inseln in Stufe drei

Inseln, die in Alarmstufe drei eintreten oder sich bereits dort befinden, dürfen Ein- und Ausreisen ebenfalls nur aus wichtigem Grund – analog zu Stufe vier – zulassen.

Zudem ist auch die nächtliche Ausgangssperre mit der aus Stufe vier synchronisiert: Sie gilt somit ebenfalls zwischen 22 und 6 Uhr. Davon ausgenommen sind Apotheken-Besuche, der Besuch von Gesundheitszentren, -diensten und -einrichtungen, der Besuch veterinärmedizinischer Einrichtungen in Notfällen oder die Bewegungen zur Erfüllung arbeitsrechtlicher, beruflicher, geschäftlicher, institutioneller oder gesetzlicher Verpflichtungen.

Sowohl in öffentlichen als auch in privaten geschlossenen Räumen dürfen sich maximal vier nicht zusammenlebende Personen treffen. Dies gilt auch für Gastronomiebetriebe. Dort dürfen ebenfalls bis zu vier Personen an einem Tisch zusammenkommen. Restaurants, Bars und Cafés müssen bereits um 22 Uhr schließen. Sie müssen ihre Innenbereiche geschlossen halten, draußen darf die Hälfte der Tische belegt werden. Beherbergungsbetriebe dürfen ihre Gäste hingegen auch in Innenbereichen bewirten.

Sport in geschlossenen Räumen ist in auch in Stufe drei untersagt. Im Freien ist Individualsport erlaubt. Allerdings muss ein Abstand von mindestens zwei Metern zu anderen Personen eingehalten werden.

Besuche in Krankenhäusern und Pflegeheimen sind verboten. Es gibt nur wenige Ausnahmen, beispielsweise für den Abschied von Sterbenden. Bewohner von Seniorenzentren dürfen diese nur in Ausnahmefällen verlassen.

Außerdem müssen öffentliche Verkehrsmittel ihre Kapazität auf die Hälfte begrenzen.

Corona-Maßnahmen für Inseln in Stufe zwei

Nachts gilt eine Ausgangssperre zwischen 23 und 6 Uhr. Es dürfen sich maximal sechs nicht zusammenlebende Personen treffen. In Restaurants, Cafés und Bars dürfen im Außenbereich maximal sechs Gäste an einem Tisch sitzen. Im Inneren sind es maximal vier und zwei an der Bar. Auf den Terrassen ist die Kapazität auf 75 Prozent beschränkt, im Inneren ist maximal die Hälfte erlaubt. Dort dürfen bis zu zwei Personen an der Bar sitzen. Tanz und Gesang bleiben untersagt.

Beim Sport im Inneren muss dauerhaft ein Sicherheitsabstand von zwei Metern eingehalten werden. Die maximale Teilnehmerzahl ist auf sechs Personen begrenzt.

Besuche in Krankenhäusern und Pflegeheimen werden beschränkt und vom Personal überwacht. Es wird die Nutzung von FFP2-Masken empfohlen.

Zudem müssen öffentliche Verkehrsmittel ihre Kapazität auf die Hälfte reduzieren.

Corona-Maßnahmen für Inseln in Stufe eins

Die nächtliche Ausgangssperre für Inseln in Stufe eins wurde zwischenzeitlich aufgehoben. Anfang März kam dann doch wieder eine Ausgangssperre zwischen Mitternacht und 6 Uhr morgen hinzu. Die Zahl der Personen, die in öffentlichen und privaten Umgebungen zusammenkommen dürfen, bleibt hingegen beschränkt. Sie wurde jedoch auf zehn erhöht.

In der Gastronomie dürfen ebenfalls maximal zehn Personen an einem Tisch im Freien zusammensitzen. Im Inneren sind es sechs Personen und vier an der Bar. Die Betriebe müssen entsprechend wieder um Mitternacht und damit eine Stunde früher als zuvor schließen. Zudem müssen sie sicherstellen, dass die Gäste auf den Terrassen und Freiflächen die Sicherheitsabstände einhalten oder Masken tragen. Die Außenbereiche dürfen normal genutzt werden, im Inneren ist die Kapazität jedoch auf 75 Prozent beschränkt. Tanz und Gesang bleiben verboten.

Bei sportlichen Wettbewerben in geschlossenen Räumen oder im Freien ist Publikum mit wieder zugelassen. Die Kapazität darf jedoch 50 Prozent nicht übersteigen. Zudem muss ein Mindestabstand von 1,5 Metern zwischen dem Publikum und den Sportlern eingehalten werden. Das Publikum darf in Gruppen von maximal vier Personen zusammensitzen.

Der öffentliche Personennahverkehr wird überwacht. Zu Spitzenzeiten sollen zusätzliche Fahrzeuge eingesetzt werden. Zudem wird dringend davon abgeraten, unnötige Fahrten zu planen. Essen und Trinken sowie das Absetzen der Maske bleiben verboten.

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Über den Autor
Johannes Bornewasser

Johannes Bornewasser ist Herausgeber von Teneriffa News. Er hat zudem die redaktionelle Verantwortung inne. Zu seinem Autorenprofil geht es hier.

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