Zenit überschritten? Weniger Touristen auf den Kanaren


Die Kanarischen Inseln verzeichnen weiter ein Besucher-Minus. Das geht aus den aktuellen Zahlen des Tourismus-Amts hervor. Demnach kamen rund 3,5 Prozent weniger Touristen auf den Archipel. Positiv: Auch die Zahl der Badetoten sank deutlich – und sogar überproportional.

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Schon im September zeichnete sich ab, dass die Zahl der Kanaren-Besucher im Jahr 2018 erstmals wieder rückläufig sein wird. Seinerzeit war die „magische Grenze“ von zehn Millionen Besuchern später als noch in den Vorjahren gefallen (hier geht’s zum ausführlichen Bericht). Dieser Trend setzte sich erwartungsgemäß im Herbst fort.

Die ersten zehn Monate des Jahres bescherten den Kanarischen Inseln 11,31 Millionen Touristen aus dem Ausland. Das Bedeutete einen Rückgang um mehr als 400.000 Besucher. Experten erwarten, dass dieses Minus von rund 3,5 Prozent einem realistischen Trend für die kommenden Jahre entspricht.

Billig-Touristen fliegen wieder vermehrt in unsichere Gebiete

Hintergrund für den Rückgang sei insbesondere die sich stetig beruhigende Lage in anderen Urlaubsdestinationen. Zwischenzeitlich galten viele typische Urlaubsziele durch politische Unruhen als unsicher, so dass insbesondere Europäer auf die Kanaren auswichen.

Dennoch bringt der Besucher-Rückgang auch einen positiven Trend hervor: Aufgrund des Rückgangs bei insbesondere sehr preisbewussten Touristen, stiegen die Ausgaben vor Ort im Oktober durchschnittlich um 3,7 Prozent. Pro Kopf und Aufenthalt gaben Touristen mehr als 1200 Euro aus und stärkten so die Wirtschaftskraft besser als in den Vormonaten.

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Auf die ersten zehn Monate des Jahres gerechnet gaben Touristen auf den Kanarischen Inseln kumuliert knapp 14 Milliarden Euro aus und sorgten so für ein Umsatzplus von 1,9 Prozent.

Kanaren: 40 Prozent weniger Badetote im Atlantik

Auch eine weitere Statistik stimmt die Verantwortlichen aktuell positiv: Die Zahl der tödlichen Badeunfälle im Atlantik sank überproportional um mehr als 40 Prozent. Bisher kamen 38 Menschen beim Schwimmen im Meer zu Tode. 150 Menschen konnten durch die Rettungsschwimmer und Einsatzkräfte gerettet werden.

In den Vorjahren war die Zahl der Badeunfälle überproportional zu den steigenden Touristenzahlen angestiegen. Durch gezielte Optimierungen bei den Bereitschaften und Bedingungen der Rettungsschwimmer gelten die 1500 Küstenkilometer der Kanaren in diesem Jahr als deutlich sicherer.

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