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19 Euro pro Kilo: Kanaren-Diebe steigen auf Avocado-Klau um


Der aktuelle Avocado-Preis sorgt für mehr Einbrüche auf den Avocado-Farmen der Kanarischen Inseln. Auf Teneriffa soll nun sogar die Insel-Politik helfen.

Von Juan Martín Lesedauer: 2 Minuten

Die Schädlinge dieser Tage sind nicht klein und fressen sich in die Ernten. Landwirte auf den Kanaren melden den Menschen als größtes Problem. Zumindest die Avocado-Bauern leiden derzeit. Denn die Preise steigen so hoch, dass die Früchte nun sogar Einbrecher anziehen.

Mit bis zu 19 Euro pro Kilo kann eine einzelne Avocado inzwischen mehr als vier Euro wert sein. Das, zusammen mit der Inflation und steigenden Preisen rund um den Anbau, bringt offenbar mehr Menschen auf den Kanaren auf die schiefe Bahn.

Branchenverbände melden mehr Diebstähle auf den Avocado-Farmen der Kanarischen Inseln. Dies geht inzwischen so weit, dass auf Teneriffa nun sogar Baumärkte die Problematik in ihren Verkäufen registrieren und die Insel-Politik einbezogen werden muss.

Avocado-Klau: Baumärkte auf Teneriffa verkaufen mehr Sicherheitstechnik

Eine große Baumarkt-Kette auf Teneriffa meldet mehr Verkäufe verschiedener Sicherheitstechnologien. So würden beispielsweise vermehrt smarte Überwachungssysteme angefragt und gekauft. Der Verkauf habe um mehr als 50 Prozent zugenommen, heißt es.

Das deckt sich mit der Einschätzung der landwirtschaftlichen Branchenverbände. Sie sagen, dass auf den jüngsten Treffen des Sektors weniger über den Anbau und mehr über dessen Sicherung diskutiert worden sei. Drei dieser landesweiten Treffen fanden auf Teneriffa selbst statt.

Kanaren: Avocado-Bauern setzen auf Elektrozäune

Die Guardia Cvil kann unterdessen keine vermehrten Anzeigen feststellen. Viele der beraubten Avocado-Bauern scheuen offenbar den Aufwand. Im Regelfall verlaufen diese Anzeigen gegen Unbekannt im Sande. Und so nutzen die Landwirte die Zeit lieber, um sich gegen die Diebe zu wappnen – beispielsweise mit Elektrozäunen.

Nötig macht das die Entwicklung zu immer dreisteren Diebstählen. Mitunter würden ganze Wagenladungen gestohlen. Doch oft seien die Früchte noch nicht reif genug. Viele seien zum Zeitpunkt des Diebstahls nicht größer als ein Golfball, heißt es. Den Landwirten entsteht dann ein hoher Schaden und die Diebe können mit ihrer Beute wenig anfangen.

In Kürze soll daher ein Treffen mit der Insel-Politik stattfinden. Die Avocado-Bauern der Kanarischen Inseln wollen dort ihr Leid klagen und die Regierung um Hilfe bitten. Wie die aussehen kann, ist bisher unklar. Als sicher gilt hingegen, dass die Preise weiter steigen, wenn neben den Markt-Effekten nun auch noch Diebstahl als Dauer-Problem eingepreist werden müsste.


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Juan Martín ist redaktioneller Mitarbeiter von Teneriffa News. Zu seinem Autorenprofil geht es hier.

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