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Montag, 15. Juni 2026
Teneriffa

CO2-Rekord auf Teneriffa: Das bedeutet der neue Höchstwert

Die CO2-Konzentration hat am Observatorium Izaña auf Teneriffa im Mai einen neuen Rekord erreicht. Nie gab es höhere Werte. Darum wird die Station international beachtet.

Mit 430,6 ppm verzeichnete das atmosphärische Observatorium Izaña im Mai einen neuen Spitzenwert bei der CO2-Konzentration. Einen höheren Monatsdurchschnitt hat es seit dem Start der Messungen im Jahr 1984 nicht gegeben.

Wie die spanische Wetterbehörde Aemet mitteilte, wird der jährliche Höchststand der CO2-Konzentration auf der Nordhalbkugel meist im Frühjahr erreicht. Aus diesem Grund gilt der Mai-Wert zugleich als voraussichtlicher Jahreshöchstwert für 2025.

Der bisherige Rekord von 427,45 ppm, der im Mai 2024 an derselben Messstation im Teide-Nationalpark gemessen worden war, wurde durch den aktuellen Wert übertroffen. Als besonders geeignet gilt das Observatorium auf Teneriffa, wenn es darum geht, die Hintergrundkonzentration von Treibhausgasen in der freien Troposphäre zu erfassen. Wegen der Lage der Station kämen die Messwerte dem globalen Durchschnitt sehr nahe, hieß es.

CO2-Rekord auf den Kanaren gemessen

Die jüngsten Anstiege der CO2-Konzentration am Observatorium geben nach Darstellung des Aemet die weltweite Entwicklung wieder. Seit den 1980er-Jahren betrug der jährliche CO2-Anstieg im Durchschnitt 2 ppm. Mittlerweile zeichne sich allerdings eine Beschleunigung auf 2,4 ppm pro Jahr ab, so die Behörde weiter.

An der Izaña-Messstation kletterte der Jahresmittelwert von CO2 im Jahr 2024 um 3,4 ppm nach oben. Zum Vergleich: In den Jahren 2022 und 2023 fiel der Anstieg mit jeweils 2,3 ppm geringer aus. Den kräftigen Zuwachs erklärt sich die Wetterbehörde unter anderem mit dem „El Niño“-Klimaphänomen.

Teneriffa: Teide-Messungen für internationale Forschung wichtig

Damit geben die Messungen in Izaña nicht allein regionale, sondern auch globale Hinweise darauf, wie sich die Konzentration der Treibhausgase verändert. Fachleute warnen, dass die beschleunigte Zunahme von CO2 auf lange Sicht erhebliche Folgen für das Klima haben könnte.

Wissenschaftler in aller Welt ziehen die Mai-Daten als wichtigen Indikator für den weiteren Verlauf der globalen Emissionen heran. Damit eine Vergleichbarkeit überhaupt möglich werde, seien fortlaufende Messungen an ein und derselben Stelle von Bedeutung.

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