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Deutsche Forscher finden mysteriöse Plasmablasen über Teneriffa

Die Wissenschaft hat Plasmablasen über Teneriffa entdeckt. Die nächtlichen Blasen ähneln einem Phänomen über Ägypten. Sie dehnen sich über Hunderte Kilometer aus und beeinträchtigen GPS-Signale.

Von Juan Martín – letzte Änderung: – Lesedauer: 2 Minuten – 0 Leserkommentare bei Teneriffa News

Das Wichtigste in Kürze:
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  • Deutsche Forscher haben Plasmablasen in 50 bis 1000 Kilometern Höhe über Teneriffa entdeckt, die unter anderem GPS-Signale erheblich beeinträchtigen.
  • Die nächtlichen Blasen dehnen sich über Hunderte Kilometer aus und ähneln einem Phänomen über Ägypten.
  • Das DLR entwickelt im nächsten Schritt Vorhersagemodelle zum Schutz von Satellitenkommunikation und GPS-Anwendungen.
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Forscher haben Plasmablasen über Teneriffa entdeckt. Die Blasen haben starke Ähnlichkeit mit Phänomenen über der Großen Cheops-Pyramide von Gizeh. Die Entdeckung in der Ionosphäre in einer Höhe von etwa 50 bis 1000 Kilometern könnte weitreichende Folgen für die GPS- und Kommunikationstechnik auf den Kanaren haben.

Das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) bestätigte die Existenz dieser Plasmablasen. Sie bilden sich hauptsächlich nachts und dehnen sich über Hunderte Kilometer aus. Dabei verursachen sie ionosphärisches Funkeln, das die Genauigkeit von GPS-Signalen beeinträchtigt. Die Blasen beeinträchtigen direkt Luftfahrt und Kommunikationsinfrastruktur.

Ein mehr als zehn Jahre bestehendes Monitoring-System in der Region lieferte die Daten für den Fund. Das DLR berichtet, dass diese Blasen die GPS-Genauigkeit erheblich verschlechtern. Teneriffas strategische Lage zwischen europäischer und afrikanischer Ionosphäre macht das Verständnis dieser Phänomene entscheidend für Europas digitale Sicherheit.

Forscher untersuchen Plasmablasen über Teneriffa

Die Ähnlichkeiten zu den über Ägypten beobachteten Phänomenen deuten auf einen globalen atmosphärischen Prozess hin. Dieser könnte laut Forschung die Stabilität kritischer Infrastruktur gefährden. Das DLR entwickelt daher nun Modelle, um solche Ereignisse besser vorhersagen zu können.

Das Verständnis der Plasmablasen gilt als entscheidend für den Schutz von Satellitenkommunikation und GPS-Anwendungen. Im Rahmen der weiteren Forschung an dem Phänomen könnten die Kanarischen Inseln zum Schlüsselstandort für atmosphärische Studien werden und weltweite Forschungsbemühungen neu ausrichten.

Die Studie des DLR wurde auf dem 17. Internationalen Symposium für Äquatoriale Aeronomie vorgestellt. Die Forschung basiert auf einer Studie mit mehreren Instrumenten, die teilweise seit mehr als einem Jahrzehnt Daten sammeln.


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wurde geschrieben von:

Juan Martín

Juan Martín ist Journalist bei Teneriffa News. Er ist auf den Kanaren zu Hause und kennt sich dort bestens aus. Zum Autorenprofil von Juan Martín.

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