Die Kanaren erleben am Wochenende Hitze-Warnstufe Rot. Für mehrere Regionen der Kanarischen Inseln hat der Gesundheitsdienst entsprechende Warnungen ausgegeben. Der Servicio Canario de la Salud gab unter anderem für Gran Canaria in den Cumbres samt Tejeda und Vega de San Mateo hoch, dazu Telde, jeweils die höchste Warnstufe aus.
An dieser roten Warnstufe ändert sich laut Behörde das gesamte Wochenende über nichts. Für die Bevölkerung bedeutet das ein erhöhtes, für ältere, kranke und schwangere Menschen hingegen höchstes Risiko. Das spanische Wetteramt Aemet spricht bereits von einer Hitzewelle.
Teneriffa blieb am Freitag zunächst in weiten Teilen unter der orangen Warnstufe. Betroffen war der Norden mit Puerto de La Cruz, La Orotava, Los Realejos und Tacoronte, ebenso Osten, Süden und Westen mit Adeje, Arona, Granadilla de Abona, Güímar, Santiago del Teide und weiteren Gemeinden. In Warnstufe Orange wurden Santa Cruz und El Rosario einsortiert. Den Daten zufolge wird sich die rote Stufe über das Wochenende auch auf den Norden Teneriffas ausdehnen.
Hitze auf den Kanaren: Bis zu 40 Grad auf Gran Canaria möglich
Bereits am Mittwoch löste die Regierung der Kanaren ab 11 Uhr für die gesamte Autonome Gemeinschaft eine Vorwarnung wegen hoher Temperaturen aus. Dazu griff der Notfallplan PEFMA. Auf Gran Canaria wurde noch am selben Tag eine gelbe Warnung ausgegeben.
Dort und im Inselinneren von Fuerteventura bestätigte das Aemet für Freitag bis zu 38 und den mittleren Höhenlagen der Südseite von Gran Canaria sogar 40 Grad. Über das Wochenende sollen es auf Gran Canaria und im Inneren Fuerteventuras erneut bis zu 38 Grad werden.
Mit 70 Prozent Wahrscheinlichkeit zieht sich die Hitzewelle nach Einschätzung des Aemet mindestens bis Sonntag hin. Für die kommenden Tage erwarten die Meteorologen in höheren Lagen zusätzlich eine Calima, also einen Sandsturm mit Staub aus der Sahara.
Teneriffa: Busspur zur Playa Las Teresitas wegen Hitze frei
Wegen der Hitze und des erwartet starken Andrangs gibt die Stadtverwaltung von Santa Cruz am Samstag und Sonntag die Busspurs zur Playa de Las Teresitas frei. Die Regelung gilt jeweils von 9 bis 18 Uhr und führt von der Glorieta de la Dársena Pesquera über die Autovía de San Andrés und die TF-11 bis zum Ende der Avenida Marítima in San Andrés.
Für die Fahrt an den Strand empfiehlt die Stadt die Buslinie 910, auf der Gelenkbusse eingesetzt werden sollen. Diese beförderte in ähnlichen Situationen an Wochenenden bis zu 30.000 Fahrgäste.
Als besonders gefährdet nennt der Gesundheitsdienst Kinder unter vier Jahren, Schwangere, Menschen ab 65 Jahren sowie Personen mit Atemwegs-, Herz-Kreislauf-, Nieren- oder Bluthochdruck-Vorerkrankungen, Diabetes mellitus oder morbider Adipositas. Die Behörde rät dringend dazu, viel alkoholfreie Flüssigkeit aufzunehmen, die Mittagssonne zu meiden, körperlich anstrengende Tätigkeiten in die frühen Morgen- oder späten Nachmittagsstunden zu legen und bei Bedarf die 112 zu wählen.
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