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Kanaren bekommen besseren Unwetter-Bericht

Das neue Wetterradar auf Teneriffa soll Unwetter-Warnungen deutlich verbessern. Denn die bisherige Technik hatte eine großes Manko.

Von Juan Martín – letzte Änderung: – Lesedauer: 2 Minuten – 0 Leserkommentare bei Teneriffa News

Ein plötzliches Unwetter über Santa Cruz de Tenerife hat vor vielen Jahren schmerzlich klargemacht, wie wichtig rechtzeitige Warnungen sind. Eine Frau starb an einem Herzinfarkt, nachdem sie von den Hang hinabstürzenden Fluten mitgerissen wurde. Seither stand fest, dass das bei einem Unwetter zerstörte Wetterradar wieder aufgebaut werden müsse.

Die Kanarischen Inseln haben in den vergangenen Jahren viel über verbesserte Technik für Wettervorhersagen diskutiert. Punktuell wurde investiert. Jetzt ist ein großer Wurf gelungen.

Die Installation des neuen Wetterradars in Teno auf Teneriffa sorgt für einen technologischen Durchbruch für die Überwachung der Kanaren. Sie sorgt für eine bessere Erkennung von Unwettern. Und das liegt besonders an folgendem:

Unwetter-Erkennung: Teneriffa nimmt neues Wetter-Radar in Betrieb

Seit Jahren stellte die sogenannte „Schattenzone“ des Teide eine Herausforderung für die Echtzeit-Beobachtung von Unwettern und anderen unregelmäßigen Wetterereignissen dar. Besonders betroffen waren der Westen Teneriffas sowie die „Grünen Inseln“, also La Palma, La Gomera und El Hierro. Die vorhandene Radar-Analge auf Gran Canaria konnte diese Bereiche aufgrund des Teide nicht vollständig abdecken.

Mit dem neuen Radar im Tenogebirge, das im August fertiggestellt und ab September mit den letzten Instrumenten ausgestattet wird, ist eine deutliche Verbesserung bei der Überwachung von Wetterphänomenen möglich.

David Suárez, der Spaniens Wetteramt Aemet auf den Kanaren leitet, spricht von einem „Schlüsseltechnologiesprung“. Insbesondere in den zwei bis sechs Stunden vor einem Unwetter, Sturm oder Starkregen, sei dies ein entscheidender Vorteil im Vergleich zu heute.

Die detaillierte Vorwarnung ermögliche es den Sicherheits- und Rettungskräften, sich gezielter vorzubereiten und Maßnahmen einzuleiten.

Besonders die Einzugsgebiete im Nordwesten von La Palma, wo viele Sturmtiefs die Inseln erreichen, konnten bislang aufgrund der Höhe des Teide nicht ausreichend beobachtet werden. Die neue Anlage schließt diese Lücke jetzt.

Neues Wetterradar verbessert Überwachung auf Teneriffa

Die Anlage im Parque Rural de Teno erinnert an einen Leuchtturm. Auf seiner Spitze prangt eine grüne Kugel. Die Anlage nutzt einen früheren Turm zur Waldbeobachtung. Sie kann künftig auch zur Waldbrandüberwachung genutzt werden.

Bei Bedarf können Personal und Material dorthin verlegt werden, um Brände in der Region besser zu beobachten. Im regulären Betrieb wird das Radar jedoch ferngesteuert und benötigt daher keine permanente Betreuung durch Aemet-Mitarbeiter.

Nach Angaben des Aemet habe das neue Wetterradar auf Teneriffa keine Auswirkung auf die Qualität der Wettervorhersage, sondern verbessere ausschließlich die Beobachtung und Voraussage bei Unwettern und anderen extremen Wetterphänomenen. Dafür jedoch sei es eine deutliche Weiterentwicklung.


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Juan Martín

Juan Martín ist Journalist bei Teneriffa News. Er ist auf den Kanaren zu Hause und kennt sich dort bestens aus. Zum Autorenprofil von Juan Martín.

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