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Teneriffa schickt 1250% mehr Wachleute zum Teide auf Teneriffa

Teneriffa hat das Sicherheitspersonal für den Teide massiv ausgebaut. Es gibt Zustimmung und Kritik rund um den neuen Kurs.

Von Johannes Bornewasser – letzte Änderung: – Lesedauer: 2 Minuten – 0 Leserkommentare bei Teneriffa News

Prozentual wirkt der Zuwachs gigantisch: Teneriffa hat einen Kurswechsel am Teide vollführt. Achteten dort bisher zwei Personen auf das Einhalten der Regeln und Vorschriften, werden es künftig 27 sein. Der Grund ist das Benehmen einiger Besucher.

Die Verteilung bleibt auf der größten Kanaren-Inseln ein Politikum. Denn während Teneriffas Inselverwaltung 14 neue Umweltagenten einstellte, kommen auch 13 private Wachleute hinzu. Das sorgt für Kritik.

Die Maßnahme ist vorerst auf drei Jahre angesetzt. Das Budget beträgt 3,4 Millionen Euro. Der Plan: Eine Steigerung der Sicherheit in einer der wichtigsten Natur- und Touristenattraktionen der Kanaren. Doch auch der Umweltschutz soll aktiv verbessert werden.

Teneriffa: Opposition kritisiert privaten Sicherheitsdienst am Teide

Insbesondere der Einsatz privater Wachleute löste politische Debatten aus. Tamara Raya von der PSOE kritisierte die Entscheidung scharf. Das Cabildo begründet die Einbindung privater Wachleute hingegen als Notwendigkeit, um bestehende Sicherheitslücken zu schließen.

Während die neue Maßnahme vor allem die Prävention und schnelle Reaktion auf Notfälle wie Brände und Unfälle verbessern soll, arbeitet sich der politische Diskurs vor allem an den Themen der Verantwortlichkeit und Kompetenz der Sicherheitskräfte ab.

Teide auf Teneriffa: Bußgelder verdreifacht

Der Teide-Nationalpark gehört mit mehr als fünf Millionen Besuchern pro Jahr zu den meistbesuchten Naturparks Europas. Die große Fläche von 190 Quadratkilometern erfordert aus Sicht der Inselverwaltung mehr Personen, die die Überwachung des empfindlichen Naturraums und seiner Besucher übernehmen.

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Die Aufstockung wird auch mit der gestiegenen Zahl von Bußgeldern wegen Umweltverstößen im Teide-Nationalpark geführt. Sie stieg in den vergangenen zwei Jahren von 81 (2023) auf 371 (2025). Diese deutliche Steigerung fand jedoch in der Zeit statt, in der sich die Kanaren vom Pandemieknick erholten und der Tourismus in der Folge deutlich anstieg.

Teneriffas Inselverwaltung sieht nicht nur die Verviereinhalbfachung, sondern die konkreten Umweltverstöße, wie zunehmendes Falschparken und das Wandern abseits der freigegebenen Wege in Naturflächen. Daher müsse das Einhalten der Vorschriften strikter überwacht werden, heißt es.

Ziel der Neustrukturierung ist es, sowohl die Besucher zu schützen als auch den einzigartigen Naturraum des Parks. Genauere Überwachungsmechanismen, zusätzliche Schulungen des Personals und flexible Arbeitszeiten sollen dies künftig sicherstellen. In der Vergangenheit war die Überwachung des Teide-Nationalparks aufgrund der geringen Personalstärke nur stichprobenartig und zu Kernzeiten möglich.


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Über den Autor

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Johannes Bornewasser

Johannes Bornewasser ist Gründer und Herausgeber der Teneriffa News. Er hat zudem die redaktionelle Verantwortung inne. Zum Autorenprofil von .

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