Waldbrände auf den Kanaren: Diskussion um Lösch-Flugzeuge neu entbrannt


Nach den Waldbränden auf Teneriffa ist eine alte Diskussion neu entbrannt. Es geht um eine Basis für Löschflugzeuge auf den Kanaren. Die Politik lehnt eine solche Einrichtung nicht per se ab, hat aber eine bessere Idee.

Lesedauer: 2 Min.

Der Waldbrand im Norden von Teneriffa hat erneut gezeigt, wie wichtig Luftunterstützung im Kampf gegen die Flammen auf den Kanarischen Inseln ist. Und damit ist die alte Diskussion um eine neue Basis für Lösch-Flugzeuge auf den Kanarischen Inseln neu entbrannt.

Die Politik reagierte zuletzt verhalten auf den Vorschlag, eine solche Basis zu bauen. Das wiederum wurde in der Bevölkerung als Desinteresse an der Thematik verstanden. Grade im Hinblick auf die jüngsten Geschehnisse ging Unverständnis damit einher.

Der Waldbrand auf Teneriffa betraf teilweise so unwegsames Gelände, dass er nur aus der Luft bekämpft werden konnte. Schon während der Löscharbeiten war aus der Zentrale immer wieder zu vernehmen, wie wichtig Luftunterstützung sei. Gleichzeitig aber teilten die Verantwortlichen mit, dass Lösch-Flugzeuge nicht die beste Wahl seien.

Lösch-Flugzeuge gegen Waldbrände auf den Kanaren?

Dabei ging es keineswegs um Ablehnung der Luftunterstützung an sich. Viel mehr ging es darum, dass Hubschrauber möglicherweise deutlich besser helfen könnten. Und das ist auch der Kern der aktuellen Diskussion. Es wird darüber gesprochen, welche Art der Luftunterstützung die bessere sei.


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Wasserflugzeuge und auch Amphibienfahrzeuge, die ebenfalls gefordert wurden, seien auf flachem Land die beste Wahl. Genau damit haben die Kanaren hingegen weniger Probleme. Grade Feuer in Schluchten und unwegsamem Gelände seien das zu diskutieren Thema. Und genau dort eigneten sich Hubschrauber besser, heißt es.

Grund für diese Entscheidung ist, dass Hubschrauber das Wasser punktgenauer abladen können. Das erhöhe Effizienz und Sicherheit. Aus diesem Grund wird nicht über die Luftunterstützung an sich, sondern über deren Art diskutiert.

Waldbrände auf den Kanaren: Pilotprojekt gestartet

Gleichzeitig begann die Verwaltung der Kanarischen Inseln damit, die Wälder aufzuräumen. Dazu werden heruntergefallene und getrocknete Kiefernnadeln entfernt. In einem Pilotprojekt wurde eigens dafür Personal eingestellt. Auch dadurch sollen Waldbrände eingedämmt werden, da es weniger brennbare Materialien in den Wäldern gibt.

Die Diskussion wird voraussichtlich weiter andauern. Wie wichtig sie ist, zeigt der jüngste Waldbrand im Norden Teneriffas, zu dem Sie nachfolgend die Bilder und Videos sehen können.

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Johannes Bornewasser sw klein

Johannes Bornewasser ist Herausgeber von Teneriffa News. Er hat zudem die redaktionelle Verantwortung inne. Zu seinem Autorenprofil geht es hier.

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