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Dienstag, 14. Juli 2026
Loro Parque Teneriffa

Loro Parque: Großer Protest gegen Orca-Transfer nach Teneriffa

Der geplante Transfer zweier Orcas in den Loro Parque auf Teneriffa bringt Tierschützer auf die Straße. In Madrid sind für Dienstag zwei Kundgebungen angekündigt. Spanien lehnt den Transfer ab, doch Frankreich entscheidet.
Das Wichtigste in Kürze:
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  • Tierschützer kündigen für Dienstag zwei Kundgebungen in Madrid an, um den Transfer zweier Orcas in den Loro Parque zu verhindern.
  • Die Orcas Wikie und Keijo stammen aus dem geschlossenen Marineland in Antibes. Zwölf Große Tümmler sollen von dort nach Valencia und Málaga verlegt werden.
  • Spanien lehnt den Transfer in einem Gutachten ab, doch die endgültige Entscheidung liegt nach EU-Recht bei Frankreich.
Unsere Mitglieder sehen hier eine praktische Zusammenfassung

Tierschutzorganisationen haben für Dienstag zwei Kundgebungen in Madrid angekündigt, um den Transfer zweier Orcas nach Loro Parque auf Teneriffa zu verhindern. Betroffen sind die Orca-Mutter Wikie und ihr Sohn Keijo sowie zwölf Große Tümmler, die aus Frankreich nach Spanien gebracht werden sollen.

Die Tiere stammen aus „Marineland“ im französischen Antibes, dem größten Meerespark Europas. Die Anlage schloss im Januar 2025 ihre Pforten, nachdem ein 2021 verabschiedetes Tierschutzgesetz in Frankreich Delfin-Shows und die Zucht in Gefangenschaft verboten hatte.

Die Tiere leben seit mehr als anderthalb Jahren ohne Publikum in den Becken. Vorgesehen ist, Wikie und Keijo zu Loro Parque in Puerto de la Cruz zu bringen, während die zwölf Großen Tümmler auf den Oceanogràfic in Valencia und das Selwo Marina in Málaga aufgeteilt werden sollen.

Orcas nach Teneriffa? Frankreich hat das letzte Wort

Vor dem Nationalmuseum für Naturwissenschaften (CSIC-CITES) findet die erste Kundgebung zwischen 10 und 12 Uhr statt. Die Organisationen fordern, dass Spanien seine ablehnende Haltung beibehält. Das spanische Ministerium für ökologischen Wandel hat ein wissenschaftliches Negativgutachten zum Orca-Transfer erteilt, das auf technischen Kriterien zu Tierwohl und Artenschutz beruht. Die endgültige Entscheidung liegt jedoch nicht allein bei Spanien.



Nach europäischem Recht könnte Frankreich bestimmte Ausnahmen geltend machen, um das spanische Vorabgenehmigungsverfahren zu umgehen. Der französische Minister für ökologischen Wandel, Mathieu Lefèvre, drängt auf eine rasche Lösung: „Jeder Tag der Untätigkeit erhöht das Risiko eines katastrophalen Szenarios, das zur Euthanasie der Orcas führen würde.“

Das zuständige spanische Ministerium widersprach der Darstellung, der Transfer sei bereits gebilligt. „Es kann nicht behauptet werden, dass der Transfer von Spanien genehmigt ist“, hieß es aus dem Ministerium. Die endgültige Entscheidung liege ausschließlich bei Frankreich, im Rahmen des europäischen und nationalen Rechts.

Während der Proteste soll eine Delegation der Organisationen beim französischen Konsulat von Olivier Delteil empfangen werden, einem hochrangigen Vertreter des für Umwelt und Natur zuständigen Ministeriums der französischen Regierung. Ihm soll ein Brief gegen den Transfer übergeben werden.

Streit um Orcas im Loro Parque auf Teneriffa

Der Loro Parque gehört dem deutschstämmigen Unternehmer Wolfgang Kiessling. Der Zoo beherbergt bereits vier Orcas in seinen Becken. Der Park erklärte, er wolle Wikie und Keijo aus moralischer Verantwortung aufnehmen, nicht aus wirtschaftlichen Interessen, und fordert die Zustimmung der spanischen Regierung, um die rechtliche Sicherheit des Verfahrens zu gewährleisten.

Ein Bericht der französischen wissenschaftlichen Behörde hatte mehrere Optionen für die Tiere erwogen, darunter den Transfer in ein Schutzgebiet in Kanada. Zu den unterstützenden Organisationen der Kundgebungen zählen Océanos de Vida Libre, Capitán Paul Watson Spain, Imagine Canarias, PRODA und España Animal Save. Gegen den Transfer der beiden Orcas nach Loro Parque haben sich zudem PETA und die Fundación Franz Weber positioniert.

In den vergangenen Jahren sind im Loro Parque auf Teneriffa vier Orcas gestorben. Tierschützer werfen dem Tiergarten zudem vor, er unternehme alles, um sein Orca-Programm aufrechtzuerhalten, während andere Unternehmen wie Sea World bereits vor Jahren ihre Abkehr von der Schwertwal-Zucht bekannt gegeben hatten.

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