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Freitag, 2. Oktober 2026
Loro Parque Teneriffa

Frankreich will Marineland-Orcas «schnell» in Loro Parque auf Teneriffa bringen

Das «Marineland» in Frankreich ist rund anderthalb Jahren geschlossen. Frankreichs Regierung drängt jetzt auf eine «schnelle» Verlegung der dortigen Orcas nach Teneriffa. Der Loro Parque sieht sich als «einzige Lösung».
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  • Frankreich drängt auf schnellen Transfer der beiden "Marineland"-Orcas Wikie und Keijo zum Loro Parque auf Teneriffa, da sich ihre Becken in kritischem Zustand befänden.
  • Eine von Tierschützern geforderte Auswilderung nach Kanada wurde wegen zu langer Vorbereitungszeit verworfen.
  • Der Loro Parque sieht sich als "einzige Lösung" zur Rettung der Tiere: Alle Genehmigungen für einen Umzug liegen vor, der Transfer soll in den kommenden Wochen erfolgen.
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Frankreichs Regierung drängt auf den sofortigen Transfer zweier Orcas nach Teneriffa. Das «Marineland»-Aquarium an der Côte d’Azur ist Anfang 2025 geschlossen worden. Die Tiere sind dort verblieben. Paris will sie in den Loro Parque auf Teneriffa schicken.

Seit anderthalb Jahren sind die Anlagen des einst größten Delfinariums Frankreichs endgültig dicht und die Becken der Tiere befinden sich in einem zunehmend kritischen Zustand. Auslöser ist ein französisches Gesetz, das alle Vorführungen mit Delfinen und Orcas verbietet. Das «Marineland», das zum spanischen Konzern Parques Reunidos gehört, schloss daraufhin vorzeitig zum 5. Januar 2025. Viele Tiere wurden umgesiedelt, doch die beiden Orcas leben seither weiter in den engen Bassins des Tierparks.

Die Konzernleitung hatte vorgeschlagen, die Meeressäuger in den Loro Parque zu übergeben. Dessen Gründer und Vorsitzender, Wolfgang Kiessling, sieht seinen Zoo als «die einzige Lösung, um die beiden Orcas in Frankreich vor dem Tod zu retten». Man sei daher bereit, «Wikie und Keijo aufzunehmen», heißt es in einer Mitteilung.

Loro Parque auf Teneriffa will Orcas aus Frankreich aufnehmen

Der französische Minister für die ökologische Transformation, Mathieu Lefèvre, bezeichnete die Lage als «absolute Dringlichkeit». Weiter sagte der Politiker: «Alle notwendigen Genehmigungen liegen vor.» Nun müssten sich «Marineland» und die spanischen Partner lediglich auf das genaue Prozedere einigen. Ohne rasches Handeln drohe ein struktureller Kollaps der maroden Becken in Antibes, der das Leben der Orcas unmittelbar gefährde.



Gegen den Transport der Orcas nach Teneriffa gibt es Protest mehrerer Tierschutzorganisationen. «Sea Shepherd» forderte eine Auswilderung beider Orcas in ein Meeresschutzgebiet mit halbnatürlichen Bedingungen.

Ursprünglich hatte auch Frankreich einen solchen Transport der Tiere in ein kanadisches Meeresschutzgebiet erwogen. Lefèvre zufolge scheide diese Option nun jedoch aus: Vorbereitung und Genehmigungen würden zu viel Zeit in Anspruch nehmen.

Marineland-Orcas sollen «schnell» nach Teneriffa ziehen

Der rasche Verfall der Anlagen nach der Schließung zwinge zu schnellerem Handeln, heißt es aus Paris. Den Transfer nach Teneriffa erwartet der Minister in den kommenden Wochen, sobald beide Parks eine Einigung erzielt haben.

«Marineland» wurde nach mehr als 50 Jahren Betrieb geschlossen. Parques Reunidos plant, das Gelände künftig anderweitig zu nutzen. Für die Tierpfleger gebe es laut Lefèvre «derzeit keine Perspektive». Im Interesse der Tiere könne darauf keine Rücksicht genommen werden.

Quellen
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«Frankreich: Marineland-Orcas sollen ‹schnell› in Loro Parque auf Teneriffa»

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Kommentar (1) zu

«Frankreich: Marineland-Orcas sollen ‹schnell› in Loro Parque auf Teneriffa»

  • n nicolekrug1 27.8.2026, 14.19 Uhr

    Chance vertan! Wie schade, dass es nicht ums Tierwohl sondern um Gewinnmaximierung geht. Das vermutlich steckt beim Loro Parque als Hauptinteresse hinter dem Bemühen um die Orcas. Dieser Park nennt sich selbst „Animal Embassy“. Meinem subjektiven Empfinden nach handelt der Park entgegen seines eignen Slogans. „Botschaften“ sind Transitorte an denen man nie dauerhaft bleibt, der Aufenthalt zeitlich begrenzt ist. Ich war genau einmal im Loro Parque, hab ihn mir angesehen und einen eignen Eindruck bekommen. Mit Tierschutz hat der LP nicht viel zu tun. Die Wal- und Delfin-Shows habe ich nicht angesehen, dafür viele Tiere in Gefangenschaft, die unglücklich aussahen oder apathisch im Kreis gelaufen sind, weil sie keinen Rückzugsort hatten und die gaffenden Besucher sie gestresst haben. Dazu laut schreiende Kinder. Das ist maximaler Stress für jedes Tier. Klar gibt’s das in jedem anderen Freizeitpark auch, dennoch sollte man sich selbst die Frage stellen: Brauchen wir (Menschen-Gesellschaften) dieses zur Schau stellen von Wildtieren? Oder ist es nicht sinnvoller, man schützt sie in freier Natur und wer kann, beobachtet sie respektvoll? Für die zwei Orcas aus Frankreich wäre es von daher sinnvoll und in ihrem Wohl und Interesse gewesen, wenn sie nach Kanada ins das Tierschutzprojekt integriert worden wären. Aber da die „Botschaft LP“ im Interesse von Profit handelt, spielt das Tierwohl keine Rolle.

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