Ein 14-jähriges Mädchen ist am Dienstag bei La Laja in Las Palmas de Gran Canaria ertrunken. Nach einem Such- und Rettungseinsatz aus der Luft, zu Wasser und an Land entdeckte die Wasserwacht die Jugendliche etwa 200 Meter vor der Küste in sechs Metern Tiefe.
Zu dem Unglück kam es an den Naturbecken der Playa de La Laja nahe Las Palmas de Gran Canaria. Ein elfjähriger Junge wurde dort aus Seenot gerettet und ins Krankenhaus in Las Palmas gebracht.
Die sterblichen Überreste des Mädchens wurden über den Hafen von Las Palmas von der Wasserschutzpolizei an die Justiz übergeben. Für die betroffene Küstenregion gilt derzeit eine Warnung. Ferner ist La Laja nach Angaben der Vereinigung „Canarias, 1500 Kilómetros de Costa“ ein Bereich mit besonders starken Rückströmungen, insbesondere nahe der Unfallstelle.
Tödlicher Unfall auf Gran Canaria: Rückströmung wahrscheinlich
Chano Quintana, Präsident der nach den Küstenkilometern benannten Vereinigung, sagte, eine starke Rückströmung gelte als wahrscheinlichste Ursache des Unglücks. Nach seiner Darstellung sprang das 14-jährige Mädchen mutmaßlich ins Wasser, um dem elfjährigen Jungen zu helfen, nachdem die Strömung ihn erfasst hatte. Inzwischen steht fest, dass es sich bei der Verstorbenen um eine Basketballspielerin von „Spar Gran Canaria“ handelt.
Der gerettete Junge konnte wenige Stunden nach dem Rettungseinsatz aus dem Krankenhaus entlassen werden. Quintana sagte mit Blick auf die Rettung des Jungen: „Wir hätten von zwei Todesfällen sprechen können.“
Die Region um La Laja ist nach Angaben der Vereinigung für solche Rückströmungen bekannt. Quintana warnte, viele Badende reagierten in dieser Lage falsch. Zudem würden etwa 95 Prozent der Bevölkerung demnach das korrekte Verhalten bei einer Rückströmung gar nicht kennen.
Richtiger Umgang mit Strömungen auf den Kanaren
„Diese Strömungen verlagern das Wasser mit einer Kraft von der Küste aufs offene Meer, die der von zehn olympischen Schwimmern entsprechen kann, so dass ein Badegast sie frontal kaum überwinden kann“, sagte Quintana. Rückströmungen gelten demnach als weltweit zweithäufigste Todesursache bei tödlichen Wasserunfällen.
Als häufigsten Fehler nannte Quintana den Versuch, direkt gegen die Strömung zurück ans Ufer anzuschwimmen. Stattdessen empfiehlt die Vereinigung, Kräfte zu sparen, Hilfe durch gehobene Arme zu aktivieren und erst dann parallel zur Küste zu schwimmen, wenn der Sog nachlässt.
Die Vereinigung sieht einen Anstieg der Wasserunfälle mit Kindern. In den meisten Fällen sei unzureichende Aufsicht durch Erziehungsberechtigte Grund für die Unfälle.















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