Ein versteckter Strandabschnitt auf Fuerteventura hat sich durch seine Popularität in sozialen Netzwerken zu einem der meistgesuchten Reiseziele auf den Kanaren entwickelt. Besonders auf TikTok verbreitete sich der Ort rasant. Jetzt gibt es eine Debatte über „Social-Hypes“.
Der kanarische Content-Creator Cristian González veröffentlichte ein Video, das binnen weniger Stunden Tausende Aufrufe verzeichnete. Darin thematisiert der junge Mann den Widerspruch, den solche Kurzzeit-Trends auslösen.
„Die Hälfte der Leute hier kommt nicht aus Spanien und es ist total überlaufen. Das schadet wirklich sehr“, sagt der Influencer. So werden Menschen, denen in sozialen Netzwerken viele andere folgen, genannt. Warum er ausgerechnet zwischen Spaniern und Nichtspaniern unterscheidet, bleibt unklar, seine Kritik ist dafür umso klarer:
TikTok-Trend sorgt auf Fuerteventura für Besucherandrang
Er selbst sei erst durch das soziale Netzwerk, in dem ihm viele Menschen beim Leben über die Schulter blicken, auf den Ort gekommen. Er entschied sich, ihn zu selbst besuchen. Vor Ort zeigt sich González dann hochunzufrieden mit der Situation.
„Das regt zum Nachdenken an. Wären die sozialen Netzwerke nicht, käme wahrscheinlich nicht einmal ein Viertel der Leute, die jetzt hier sind, her“, kritisiert der junge Mann in seinem Video.
@cristiaan_glez No somos conscientes, pero las redes sociales hacen mucho daño transformando “rincones con encanto” en destinos turísticos hípermasificados #rinconessecretos #parati #turismo #reflexion #fyp #paisajesnaturales #redes ♬ snowfall (Sped Up) – Øneheart & reidenshi
Für die Kanaren sind solche Trends Fluch und Segen zugleich. Zum einen sorgen sie dafür, dass eine jüngere Zielgruppe überhaupt erst von der Schönheit der Inseln erfährt. Zum anderen werden jedoch grade besondere Ort, die ökologisch oft geschützt werden müssten, bekannt und entsprechend stark angelaufen.
Die Kanaren und Trends durch soziale Medien
González sagt: „Wenn etwas in Mode kommt, strömen alle her, es wird überlaufen und verliert am Ende etwas von seinem Charme. Das ist wirklich schade.“ Viele seiner Zuschauer klopfen ihm virtuell auf die Schulter und kommentieren sein Video mit Zuspruch.
Während der Beitrag eigentlich zum Nachdenken anregen soll, vergisst der junge Influencer allerdings, dass er selbst erst durch den Trend aufmerksam wurde – und ihm folgte. Das, was kritisiert wird, sind also die Anderen – die am Ende exakt das machen, was González selbst vor hatte. So angebracht Kritik an Social-Network-Trends auch ist, so absurd wirkt sie ausgerechnet aus dem Munde eines Menschen, der selbst davon lebt und erst dem Trend folgend an diese Stelle gespült wurde.




















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