21-Jährige stirbt auf Teneriffa an Corona


Das Corona-Virus hat eines der bisher jüngsten Opfer auf den Kanarischen Inseln gefordert. Im neuen Jahr gab es bereits 14 Todesfälle. Der Präsident der Kanarischen Inseln forderte die Anwohner erneut zum Durchhalten und Befolgen der Vorsorgemaßnahmen auf.

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Ein Corona-Fall auf Teneriffa zeigt erneut, dass das Virus auch für gesunde Personen lebensbedrohlich sein kann. Eine 21-Jährige hatte sich in der Weihnachtswoche bei ihrer Familie mit Covid-19 infiziert. Am 2. Januar musste die junge Frau aufgrund der Schwere ihres Krankheitsverlaufs ins Hospital eingeliefert werden.

Wie die Gesundheitsbehörden mitteilten, habe die junge Frau keine Vorerkrankungen gehabt. Dennoch verstarb sie schon einen Tag nach ihrer Einlieferung ins Universitätsklinikum der Kanarischen Inseln (HUC). Zuvor hatte sie sich im Norden der Insel in häuslicher Quarantäne befunden. Ihr Tod wurde auf das Coronavirus zurückgeführt. Eine Autopsie soll dies nun offiziell bestätigen.

Seit Silvester war das bereits der 14 Todesfall an oder mit SARS-CoV-2. Einer davon wurde auf Gran Canaria verzeichnet, die anderen 13 allesamt auf Teneriffa. Seit der Jahreswende gab es bisher 543 Corona-Fälle, von denen 295 auf Teneriffa gemeldet wurden. 160 weitere wurden auf Gran Canaria registriert.

Obwohl Covid-19 insbesondere für Menschen über 60 Jahre als gefährlich gilt und der höchste Prozentsatz von Todesfällen bei Menschen jenseits der 80 Jahre verzeichnet wurde, leiden auch jüngere Bevölkerungsgruppen unter den Folgen. Auf den Kanarischen Inseln war der Fall der jungen Frau bereits der zweite, auf das Coronavirus zurückgeführte Todesfall einer Person unter 29 Jahren.

Vor rund zwei Wochen war außerdem auf den Balearen eine 25-Jährige nach einer Komplikation durch das Coronavirus verstorben. Auch in diesem Fall hatte es keine erkennbaren Vorerkrankungen gegeben. In Asturien wird zudem der Tod eines 12-Jährigen wegen des Verdachts auf Covid-19 nachträglich untersucht.

Dritte Charge der Corona-Impfung erreicht die Kanaren

Der Präsident der Kanarischen Inseln, Ángel Víctor Torres, sagte dennoch zuletzt, dass die Zahlen tendenziell besser würden. Allerdings sind mögliche Nachwirkungen von Feiern zu Weihnachten und vor allem Silvester noch nicht final absehbar. Dennoch ließe mindestens der Fortschritt bei den Impfungen moderaten Optimismus zu.

Am Montag war die dritte Charge der Corona-Impfung auf den Kanaren angekommen. Die jüngste Lieferung umfasste 6825 Impfdosen. Zudem wurden laut Gesundheitsministerium der Kanarischen Inseln bislang rund 5000 Impfdosen verabreicht.

Begonnen wurde mit Bewohnern von Senioren- und Pflegeheimen sowie deren Mitarbeitenden und Angehörigen des Gesundheits- und Sozialwesens. Auf Teneriffa wurden bisher 2254 Menschen geimpft. Das entspricht knapp 28 Prozent der für Phase eins vorgesehenen Personen. Auf Gran Canaria sind es bisher 1681 (25 Prozent), auf La Palma sind es 530 (61 Prozent), auf Lanzarote 325 (62 Prozent), auf La Gomera 190 (80 Prozent), auf Fuerteventura 99 (57 Prozent) und auf El Hierro 80 (47 Prozent).

Torres betonte dennoch, dass zu viel Optimismus fehl am Platz sei, „da wir weitermachen müssen ohne unsere Wachsamkeit zu verringern.“ Insbesondere das Befolgen der Corona-Maßnahmen sei unumgänglich, sagte der Präsident. Dies gelte auch für bereits geimpfte Personen.

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Johannes Bornewasser

Johannes Bornewasser ist Herausgeber von Teneriffa News. Er hat zudem die redaktionelle Verantwortung inne. Zu seinem Autorenprofil geht es hier.

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