Corona-Ende: Kanaren bereiten Tourismus-Start am Donnerstag vor


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Die „neue Normalität“ kommt. Darauf einigten sich die Verantwortlichen am Sonntag in der 14. und letzten Videokonferenz zwischen dem Ministerpräsidenten in Madrid und den Regional-Präsidenten der autonomen Gemeinschaften Spaniens. Die Regierung der Kanarischen Inseln kündigte im Anschluss an, am Donnerstag den Übergang aus dem Alarmzustand vorzubereiten. Auch die Bedingungen für den Tourismus wurden erörtert.

In der Sitzung des Regierungsrats wollen die Verantwortlichen der Kanarischen Inseln am Donnerstag beschließen, in die neue Normalität überzugehen. Der Beschluss besiegelt das Ende der dritten Phase des Alarmzustands, in dem sich die Kanarischen Inseln derzeit befinden. Ob dieses dann direkt am Freitag greift, oder doch erst am Montag, soll in der Sitzung beschlossen werden. Am Montag nämlich geht ohnehin ganz Spanien in die „neue Normalität“ über, da der verhängte Alarmzustand landesweit endet.

Kanaren-Präsident: Corona existiert weiter – „es liegt an uns!“

Regionalpräsident Ángel Víctor Torres sprach von einem „fast zusammenfassenden Treffen und einer Art Abschied“ innerhalb der Gruppe, die sich alle sieben Tage virtuell zusammengefunden hatte. Er erinnerte nach der Sitzung daran, dass das Virus weiterhin existiere. Es sei zwar schwächer, doch „es liegt an uns“, es nicht wieder stärker werden zu lassen.

Torres sagte weiter, dass noch drei Covid-19-Patienten auf den Intensivstationen der kanarischen Krankenhäuser behandelt werden. Der regionale Regierungschef betonte jedoch, dass dies die geringste Anzahl an Infizierten seit Beginn des Alarmzustands ist. Insgesamt seien nur noch 99 Personen in akuter Corona-Behandlung.

Kanaren-Urlaub: Corona-Test noch vor dem Abflug wahrscheinlich

Um die Zahlen so gering zu halten, solle jede Person, die auf den Kanaren ankommt, auf Covid-19 getestet werden. Dabei sei es unerheblich, ob es sich um einem heimkehrenden Anwohner oder um einen Touristen handle. Torres zufolge solle dies bereits vor dem Abflug erledigt werden. Zuletzt war die Rede davon gewesen, dass ein PCR-Test bis 48 Stunden vor Abflug durchgeführt werden müsse. Ist dies nicht möglich, könne ein solcher Corona-Test auch nach der Ankunft durchgeführt werden. Bis das Ergebnis vorliegt, müsse dann jedoch Quarantäne verhängt werden, hieß es weiter. Erfahrungsgemäß dauert die Auswertung rund 48 Stunden – wenn nicht zu viele Tests auf einmal bearbeitet werden müssen.

Zwar wird auch dieser Punkt am Donnerstag Teil der Agenda sein, dann jedoch eher, um die logistischen Aspekte zu klären. Denn Torres zufolge liege dieser Punkt nicht in den Händen der autonomen Gemeinschaften. Vielmehr werde er zentral vorgegeben.

Kanarische Inseln fordern Steuer-Vorteile für Urlaub innerhalb der EU

Doch diese Maßnahmen regeln am Ende auch die Menge derer, die sich als Touristen auf die Kanarischen Inseln begeben. Um zu beschleunigen, dass wieder Urlauber in den Flieger steigen, hofft Torres auf steuerliche Vorteile. Dies war bereits von den lokalen Hoteliers angeregt worden. Tores geht jedoch weiter als die damalige Forderung, die lediglich nationalen Tourismus mit nationalen Mitteln fördern wollte. Der Regierungschef der Kanarischen Inseln sieht die EU in der Pflicht, steuerliche Anreize für Reisen innerhalb der Staatengemeinschaft zu schaffen.

Mit einer entsprechenden Maßnahme könnten insbesondere ältere Menschen mobilisiert werden, hieß es. Diese wiederum schauen als Risikogruppe entsprechend genauer auf die Infektionsraten. Der Tourismus war selten wichtiger für die Kanarischen Inseln als im aktuellen Komplett-Stillstand des Archipels. Torres‘ „es liegt an uns“ hallt entsprechend laut nach.

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Über den Autor
Johannes Bornewasser

Johannes Bornewasser ist Herausgeber von Teneriffa News. Er hat zudem die redaktionelle Verantwortung inne. Mehr Infos zum Autor gibt es hier.