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Das verdienen Arbeitnehmer auf den Kanaren – und in Spanien


Das Gehalt auf den Kanarischen Inseln gilt als zweitniedrigstes in ganz Spanien. Insbesondere das Gastgewerbe zieht den Durchschnittslohn hinunter.

Von Juan Martín Lesedauer: 2 Minuten

Nur in einer Autonomen Gemeinschaft Spaniens sind die Gehälter niedriger als auf den Kanarischen Inseln. Obwohl der Durchschnittslohn auf den Kanaren zuletzt um 3,9 Prozent stieg, gilt er noch immer als äußerst niedrig.

Das Nationale Statistikinstitut INE zeigt, dass der Durchschnittsarbeiter auf den Kanarischen Inseln laut der letzten Erhebung, die auf Daten von 2021 basiert, 22.466,29 Euro pro Jahr verdient hat. Dabei gibt es einige Unterschiede.

So verdienen Männer durchschnittlich gut vier Prozent mehr als im Vorjahr. Sie kommen auf knapp 23.620 Euro. Frauen erhielten immerhin 3,5 Prozent mehr als im Jahr zuvor. Sie verzeichneten einen Jahreslohn von knapp 21.180 Euro.

In Spanien bezieht jeder Fünfte den Branchen-Mindestlohn

Spanienweit erhielt jeder fünfte Arbeitnehmer den brancheninternen Mindestlohn. Sehr hohe Gehälter würden laut INE nur von wenigen Arbeitnehmern bezogen. Dies sei auch der Grund für das geringe Durchschnittsgehalt in Spanien.

Das durchschnittliche Bruttojahresgehalt von Männern lag im Jahr 2021 bei 28.388,60 Euro. Das waren 2,7 Prozent mehr als im Jahr 2020. Frauen verdienten 3,2 Prozent mehr und kamen so auf 23.175,90 Euro.

Obwohl das durchschnittliche Jahresgehalt von Frauen in Spanien schneller steigt als das der Männer, verdienen sie noch immer nur 81,6 Prozent ihrer männlichen Kollegen. Zur Wahrheit gehört allerdings auch, dass der Gehaltsunterschied geringer wird, je vergleichbarer die Tätigkeiten sind.

Jede vierte Frau erhielt laut der jüngsten Erhebung ein Jahresgehalt, das unter oder genau auf dem Durchschnittslohn lag. Bei Männern war es nur jeder zehnte. Spaniens Statistiker sagen, dass diese Situation durch den höheren Anteil von Frauen beeinflusst werde, die in Teilzeit arbeiten.

Arbeitgeber Tourismus: Gastgewerbe zahlt in ganz Spanien am wenigsten

Derweil lag das Gehalt von Arbeitenden mit befristetem Vertrag mehr als ein Viertel unter dem von unbefristeten Personen. Bei der Leiharbeit lag der Wert nochmals darunter.

Das Gastgewerbe hat in Summe die niedrigsten Gehälter gezahlt. Dort lag das Jahresgehalt bei durchschnittlich gut 14.630 Euro pro Jahr. Am anderen Ende der Skala liegen Jobs im Bereich Versorgung mit Strom, Wasser oder Klimaanlagen. Dort wurden laut INE durchschnittlich knapp 53.000 Euro gezahlt.

Dafür stiegen die Löhne zuletzt in allen Wirtschaftszweigen. Eine Ausnahme gab es nur bei der Energieversorgung, wo sie um 1,5 Prozent zurück gingen, und im künstlerischen Bereich (-1,4 Prozent).

Das höchste Durchschnittsgehalt wurde im Baskenland gezahlt. Dort gab es im Mittel gut 31.000 Euro. Es folgen Madrid mit einem Durchschnittslohn von 29.500 Euro und Navarra mit 28.500 Euro pro Jahr.


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Juan Martín ist redaktioneller Mitarbeiter von Teneriffa News. Zu seinem Autorenprofil geht es hier.

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