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Kanaren-Tourismus kritisiert Airlines: “Bei diesen Preisen fliegen sie woanders hin”


Steigen die Flug-Preise so weiter, wird der Kanaren-Tourismus einbrechen. Das sagen Branchen-Vertreter und gehen mit den Airlines ins Gericht. Doch auch die Politik müsse sich bewegen.

Von Juan Martín Lesedauer: 2 Minuten

Argumentiert wird mit Hörensagen. Und doch trifft Tom Smulders einen Punkt. Flug-Tickets auf die Kanaren werden immer teurer. Der Präsident des Verbandes touristischer Beherbergungsunternehmer der Provinz Las Palmas (AEAT) geht mit den Airlines ins Gericht. Smulders ist in Sorge über ausbleibende Buchungen wegen zu teurer Flüge.

Täglich kämen neue Fälle hinzu, in denen er höre, dass Menschen ihren Kanaren-Urlaub abgesagt hätten, da ihnen die Flüge zu teuer gewesen seien, sagt Smulders, der zugleich Vizepräsident des touristischen Arbeitgeberverbandes ist, Inforcasa.

Immerhin den Fall eines Mannes kenne er auch persönlich: Der werde “aus Kostengründen diesen Sommer lieber nach Griechenland oder in die Türkei reisen”. Der Experte sagt weiter: “Es kann nicht sein, dass ein Flug zwischen den Niederlanden und den Kanarischen Inseln oder vom Festland zu den Inseln bis zu 650 Euro kostet.” Der Experte beklagt, dass “der Tourist bei diesen Preisen in ein anderes Zielgebiet abwandert.”

Kanaren-Tourismus sorgt sich vor Marokko, Ägypten und der Türkei

Für Smulders steht fest, dass sich Touristen angesichts der aktuellen Flugpreise “dreimal überlegen” wo es hingeht. Am Ende würden sie sich für günstigere Destinationen entscheiden. Erschwerend hinzu komme, dass Ägypten und die Türkei ihre Währungen abgewertet hätten, so dass Reisen an diese Ziele “ein Schnäppchen” geworden seien.

Smulders beklagt, dass es ohnehin bereits schwierig geworden sei, mit derlei Reisezielen zu konkurrieren. Kämen weiter steigende Ticketpreise dazu, “haben wir das, was mit den Buchungen auf den Inseln schon jetzt passiert: sie verlangsamen sich”.

Tourismus-Experte auf den Kanaren: “Wir müssen anfangen, uns zu bewegen!”

Am Ende gebe es jedoch noch mehr Faktoren. Der Tourismus-Experte sieht Marokko als neue Konkurrenz. Die touristischen Infrastrukturen seien “majestätisch”. Es sei beinahe folgerichtig, dass solche Ziele den Kanaren Touristen wegnehmen würden.

Ergebnis solcher Investitionen in der Nachbarschaft: Ein starkes Wachstum und bis 2027 voraussichtlich 17 Millionen Touristen pro Jahr. Für Smulders steht entsprechend fest: “Wir müssen neue Segmente fördern und nach neuen Reisemärkten wie Kanada suchen.”

Für den Experten seien jetzt die Kanarischen Inseln am Zug. Der Appell des Experten, auch in Richtung der neuen Regierung, lautet: “Wir müssen anfangen, uns zu bewegen!”


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Juan Martín ist redaktioneller Mitarbeiter von Teneriffa News. Zu seinem Autorenprofil geht es hier.

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