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Handgepäck-Kosten: 150 Millionen Euro Strafe gegen (Kanaren-)Billigflieger


Das Ministerium für Verbraucherschutz fordert eine Strafe von 150 Millionen Euro gegen vier Billig-Flieger. Grund sind die Praktiken rund ums Handgepäck. Auch Kanaren-Flüge sind betroffen.

Von Johannes Bornewasser Lesedauer: 2 Minuten

Ryanair, Vueling, Easyjet und Volotea sollen zusammen 150 Millionen Euro Strafe zahlen. Das fordert das spanische Ministerium für Verbraucherschutz. Grund sind unlautere Praktiken mit Handgepäck-Gebühren. Die Airlines erheben diese auch auf dem Weg zu den Kanarischen Inseln.

Laut Ministerium seien unlautere Gebühren erhoben worden. Basis dieser Straf-Forderung sind Beschwerden verschiedener Verbraucher-Verbände.

Im vergangenen Sommer waren diverse Beschwerden bei den spanischen Behörden eingegangen. Daraufhin begannen die Verbraucherschützer mit der Recherche. Diese mündet nun in eine Millionen-Strafe. Doch die Airlines wollen nicht zahlen.

Handgepäck-Kosten: (Kanaren-)Billigflieger lehnen Strafe ab

Neben den Kosten fürs Handgepäck gehe es auch um Gebühren für die Reservierung von Nebenplätzen bei der Begleitung Minderjähriger oder hilfsbedürftiger Personen. Außerdem seien die Informationen über den tatsächlichen Endpreis einer Buchung intransparent, kritisieren die Verbraucherschützer. Ferner sei der Ausschluss von Bar-Zahlungen am Flughafen oder an Bord nicht zumutbar.

Die Sanktionen sind juristisch anfechtbar. Und diesen Weg wollen die Airlines auch gehen, heißt es seitens des Verbands der Fluggesellschaften (ALA). Dieser vertritt den Großteil aller Airlines in Spanien.

Handgepäck-Kosten: Fluglinien argumentieren mit Verbraucherschutz

Die ALA lehnte in einer ersten Reaktion ein Verbot der Gebühren für Handgepäck grundsätzlich ab. In einer Erklärung teilte der Verband mit, dass “den Passagieren die Möglichkeit genommen wird, genau das zu kaufen, was sie brauchen”.

Etwa 50 Millionen Passagiere würden derzeit ohne Handgepäckstücke reisen. Diesen würde durch eine veränderte Kostenstruktur die Möglichkeit genommen, an dieser Stelle Geld zu sparen, heißt es seitens der ALA.

Unterdessen zeigen sich Verbraucherschützer erleichtert. Sie teilten mit, dass Betroffene ein Recht hätten, sich die bereits gezahlten Kosten erstatten zu lassen. Dafür muss die Entscheidung allerdings zunächst juristisch gefestigt werden.


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Handgepäck-Kosten: 150 Millionen Euro Strafe gegen (Kanaren-)Billigflieger

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Johannes Bornewasser ist Herausgeber von Teneriffa News. Er hat zudem die redaktionelle Verantwortung inne. Zu seinem Autorenprofil geht es hier.

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