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Inflation: Lebensmittel auf den Kanaren werden noch teurer


Der Verbraucherpreisindex steigt weiter. Grund ist die Inflation. Sie sorgt dafür, dass der Alltag auf den Kanarischen Inseln nochmal teurer wird. Was mehr kostet und was günstiger wird.

Von Juan Martín Lesedauer: 2 Minuten

Lebensmittel und alkoholfreie Getränke treiben die Inflation auf den Kanarischen Inseln maßgeblich an. Im Vergleich zum Vorjahresmonat stieg der Preis um satte 13,5 Prozent. Das zeigt der neue Verbraucherpreisindex (VPI) für die Kanaren.

Nach Angaben des Nationalen Statistikinstituts INE legte der VPI verglichen mit September 2022 um 4,3 Prozent zu. Das zeigen die am Freitag vom INE veröffentlichten Daten.

Demnach stieg die Inflation auf den Kanarischen Inseln im vergangenen Monat um 0,3 Prozent, was den Jahreswert auf ein Plus von 3,3 Prozent treibt. Zuletzt wurde das beim Einkauf von Lebensmitten am deutlichsten. Doch auch andere Waren des täglichen Bedarfs werden teurer. Das sind sie.

Kanaren: Alkohol, Zigaretten und Kommunikation werden teurer

Lebensmittel und alkoholfreie Getränke legten allein im Vergleich zu August noch einmal um 0,9 Prozentpunkte zu. Hotels und Restaurants wurden 0,2 Prozentpunkte günstiger. Doch im Jahresvergleich liegt die Teuerungsrate weiter bei 7,5 Prozent.

Alkoholische Getränke und Tabak wurden im Vergleich mit September 2022 um 5,4 Prozent teurer und die Preise rund um das Thema Kommunikation stiegen um 4,3 Prozent.

Strom und Gas sind auf den Kanaren günstiger, werden jedoch wieder teurer

Demgegenüber stehen differenziert zu betrachtende Preisentwicklungen beim Thema Wohnen, Wasser, Strom und Gas. Denn im Jahresvergleich sanken die Preise um 10,2 Prozent. Allerdings legten sie im Vergleich mit dem Vormonat bereits um 4,7 Prozentpunkte zu. Trotz des Rückgangs im Jahresvergleichs zeichnet sich vor dem Winter also wieder eine Teuerung ab. Kleidung und Schuhe wurden dagegen mit 1,5 Prozent Rückgang moderat günstiger.

Unterm Strich nimmt die Inflation auf den Kanaren den dritten Monat in Folge zu. Das treibt den VPI auf den höchsten Wert seit April des vergangenen Jahres. Diese Entwicklung zeichnet sich auch auf nationaler Ebene ab – dort allerdings abgeschwächter als auf dem Archipel.

Inflation: Spaniens Politik betont gute Stellung im EU-Vergleich

Das spanische Wirtschaftsministerium ist um eine positive Lesart bemüht. Von dort heißt es, dass der Anstieg der Gesamtinflation im September hauptsächlich auf den Basiseffekt der Strom- und Kraftstoffpreise zurückzuführen sei. “Spanien gehört seit mehr als einem Jahr zu den Ländern mit der niedrigsten Inflation und dem höchsten Wachstum in der gesamten Eurozone”, teilte das Ministerium mit.

Wirtschaftsministerin Nadia Calviño ließ ihr Ministerium konkretisieren: “In einem inflationären Umfeld in ganz Europa hat Spanien seine Position als eines der Länder der Eurozone mit der niedrigsten Inflation gefestigt, nachdem es diese im letzten Jahr um fast 5,5 Punkte gesenkt hat.”

Tatsächlich sank die Kerninflation, also die Betrachtung unverarbeiteter Nahrungsmittel und Energieprodukte, im September leicht auf 5,8 Prozent. Das Wirtschaftsministerium hebt hervor, dass dies die niedrigste Rate seit Juni 2022 sei.

VPI-Wachstum: Kanaren spanienweit an dritter Stelle

Die Kanaren liegen bei der Zunahme des VPI nach Melilla (5,3 Prozent) und Ceuta (4,6 Prozent) an dritter Stelle. Am wenigsten stiegen die Preise dagegen in Aragonien (2,9 Prozent), Extremadura (3,1 Prozent) und La Rioja (3,2 Prozent).


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Juan Martín ist redaktioneller Mitarbeiter von Teneriffa News. Zu seinem Autorenprofil geht es hier.

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