Kanaren feiern niedrigste Arbeitslosigkeit seit 15 Jahren


Seit der Krise 2008 war die Arbeitslosigkeit nicht mehr so niedrig wie jetzt. Die Kanarischen Inseln haben die meisten Arbeitsplätze in ganz Spanien geschaffen.

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Mit dem besten Wert seit 15 Jahren starten die Kanarischen Inseln in ein Jahr mit prognostiziert starkem Tourismus. Als größter Arbeitgeber des Archipels wird auch das neue Jahr dem Arbeitsmarkt entsprechend gut tun.

Zuletzt hatten die Kanaren im Jahr 2008 und damit vor der Wirtschaftskrise bessere Werte auf dem Arbeitsmarkt gemeldet. Nachdem die Pandemie die Lage nochmals drastisch verschärft hatte, erholen sich die Inseln nun.

Als Autonome Gemeinschaft Spaniens mit den besten Werte im letzten Quartal des Jahres 2022 können sich die Anwohner der Kanarischen Inseln über 43.200 neue Arbeitsverträge freuen. Damit lag die Arbeitslosigkeit zum Jahreswechsel bei nur noch 14,6 Prozent. Das bedeutet den niedrigsten Wert seit 15 Jahren.

Damals lag die Zahl der Arbeitslosen zuletzt unter der Marke von 169.000 Betroffenen. Das geht aus den Zahlen der Encuesta de Población Activa (EPA) hervor.

Kanaren besser als Spanien-Trend: In Summe mehr Arbeitslose im vierten Quartal

Der Blick auf die Daten des Nationalen Statistik-Instituts INE zeigt, dass lediglich fünf Autonome Gemeinschaften in Spanien ein positives letztes Quartal aufweisen. Die Gesamt Arbeitslosen-Quote des Landes stieg entsprechend sogar um 1,47 Prozent.


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Dennoch sank die Zahl der Erwerbslosen in Spanien im Jahresvergleich um 2,57 Prozent. Das bedeutet einen Rückgang um 79.900 Betroffene auf 3.02 Millionen im Jahr 2022.

Der Unternehmerverband der Kanarischen Inseln (CCE) teilte mit, dass insbesondere die finale Reaktivierung des Tourismus für diesen Effekt zuständig sei. Sie habe die Zunahme der Beschäftigung „in Schlüsselaktivitäten wie Handel, Transport und Gastgewerbe“ gefördert. Allein auf diese Bereiche entfielen etwa 26.500 Beschäftigte, hieß es weiter.

Arbeitsmarkt der Kanaren: Euphoriebremse Saison-Verträge

Allerdings warnt der Präsident des Verbands der Geschäftsleute auf den Kanarischen Inseln, Pedro Alfonso, dass viele Saison-Verträge geschlossen worden seien. Diese gaukelten einen nachhaltigen Effekt am Arbeitsmarkt vor, obwohl viele Betroffene früher oder später wieder in der Arbeitslosigkeit landen würden.

Ángel Víctor Torres reagierte verschnupft auf diese Anmerkung. Der Präsident der Kanarischen Inseln sieht darin pathologischen Pessimismus. Er gab sich zufrieden mit der Entwicklung. Ebenfalls eher positiv äußerte sich der Generalsekretär der UGT-Canarias, Manuel Isidro Navarro. Der Gewerkschaftsvertreter sprach von einem „beeindruckenden Jahr“.

Arbeitslosigkeit auf den Kanaren: Agrarsektor in Sorge

Während viele Branchen mit Schwung ins neue Jahr starten, zeigt sich ein Sektor besorgt. Die Landwirtschaft erwartet unübersehbare Zeiten. Aufgrund der deutlichen Zunahme der Rohstoffpreise seien Entwicklungen auf den Arbeitsmarkt des Bereichs derzeit nur schwer absehbar, heißt es von dort.

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Juan Martín ist redaktioneller Mitarbeiter von Teneriffa News. Er ist auf den Kanaren zuhause und schreibt bereits seit vielen Jahren unter anderem über die Inseln.

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