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Kanaren leiden weiter unter Corona-Knick – Tourismus rettet die Wirtschaft


Die Kanaren planen das zweitgrößte Wirtschafts-Wachstum des Landes. Das Bruttoinlandsprodukt soll deutlich stärker steigen als im spanischen Durchschnitt. Dennoch ist der Aufschwung nicht groß genug, um den Pandemie-Knick zu egalisieren.

Von Juan Martín Lesedauer: 2 Minuten

Diese Werte hätten andere spanische Regionen gern: Die Kanarischen Inseln planen mit einem Wirtschaftswachstum von 2,2 Prozent. Damit prognostizieren die Inseln den zweitgrößten Anstieg des Landes. Spanienweit wird nur mit 1,3 Prozent gerechnet.

Ähnlich sieht das auf den Balearen aus. Beide Inselgruppen haben im vergangenen Jahr das größte Wachstum überhaupt hingelegt. Mallorca & Co. werden 3,3 Prozent anpeilen und damit – laut Prognose – das größte Wachstum des Landes verzeichnen.

Trotzdem werden die Kanarischen Inseln die Vor-Pandemie-Werte nicht erreichen. Der abrupte Rückgang des Jahres 2020 war zu stark, als dass der Archipel ihn schon jetzt wieder ausgleichen könnte.

Kanaren-Wirtschaft bleibt im Spanien-Vergleich am weitesten hinter der Vor-Corona-Zeit zurück

Einer Prognose des Sparkassen-Dachverbands in Spanien, Funcas, zufolge, werden die Kanarischen Inseln im laufenden Jahr etwa 2,7 Prozent hinter dem Vor-Pandemie-Jahr 2019 bleiben. Und damit soll das regionale Bruttoinlandsprodukt (BIP) die landesweit größte Diskrepanz zur damaligen Zeit aufweisen.

Es folgen die Balearen mit einem Minus von 1,7 Prozent im Vergleich zu 2019. Asturien soll bei -1,2 Prozent liegen, Kantabrien sowie Kastilien und León werden mit -0,9 Prozent angesetzt und Extremadura mit -0,4 Prozent.

An der Spitze der Regionen, die das BIP-Niveau von 2019 übertreffen werden, stehen Castilla La Mancha, dessen Wirtschaft in diesem Jahr um 1,8 Prozent im Vergleich zu 2019 wachsen soll, und Navarra mit einem Plus von 1,7 Prozent.

Tourismus als Schlüssel zum Erfolg der Kanaren

Der Tourismus wird in diesem Jahr laut Funcas der Schlüssel zum Wachstum auf den Kanaren sein. Schon im Jahr 2022 rettete der Urlaubssektor die Zahlen weitgehend, obwohl der internationale Tourismus damals um sechs Punkte unter dem Wert von 2019 blieb.

Für dieses Jahr prognostiziert Funcas die “völlige Normalisierung” des internationalen Tourismus. Dies gelte auch für die Balearen, heißt es. Der Tourismus bleibt also die große Bastion der kanarischen Wirtschaft, die eine “günstige Entwicklung” ihres Arbeitsmarkts erleben wird.

Der Anstieg der Beschäftigung wurde mit einem Plus von 1,4 Prozent angesetzt. Das würde einen Rückgang der Arbeitslosenquote auf 16,9 Prozent bedeuten. Damit blieben die Kanaren dennoch weiterhin um fünf Punkte über dem nationalen Durchschnitt. Demnach werden knapp 966.000 Menschen auf dem Archipel beschäftigt und bis Jahresende 196.500 Menschen als arbeitslos gemeldet sein.

Kanaren wachsen 2023 überdurchschnittlich auf 2,3 Millionen Einwohner

Die Bautätigkeit werde sich unterdessen verlangsamen. Dies war bereits 2022 absehbar. Dafür soll das Pro-Kopf-BIP mit 0,4 Prozent leicht ansteigen. Dennoch bleibt es um knapp 25 Punkte unter dem nationalen Durchschnitt. Nur zwei Regionen schneiden beim Pro-Kopf-BIP noch schlechter ab: Andalusien und Extremadura.

Die Bevölkerung der Kanarischen Inseln wird 2023 um 1,7 Prozent auf 2,3 Millionen Menschen anwachsen. Auf nationaler Ebene soll der Anstieg nur 0,8 Prozent betragen.

Funcas analysiert die Entwicklung des BIP nicht nur zu konstanten, sondern auch zu laufenden Preisen, die die Inflation einschließen. Dies berücksichtigt, schätzt Funcas, dass die Kanaren in diesem Jahr 52,176 Milliarden Euro erwirtschaften werden. Im Jahr 2021 waren es 49,033 Milliarden Euro.

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Juan Martín ist redaktioneller Mitarbeiter von Teneriffa News. Zu seinem Autorenprofil geht es hier.

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