In den kommenden Monaten steigen die Preise für Kanaren-Urlaub erneut. Wer ein Hotel auf den Kanarischen Inseln bucht, muss dafür inzwischen rund 16 Prozent mehr bezahlen als noch vor der Krise 2019. Dennoch reißen die Buchungen nicht ab.
Kostete ein Zimmer im Mai durchschnittlich noch 105,40 Euro, soll der mittlere Preis im August bis auf 124,80 Euro steigen. Bereits seit fünf Monaten steigen die Preise für ein Hotelzimmer pro Nacht damit an.
Für den Geschäftsführer des Kanarischen Verbandes der Reisebüros und Reiseveranstalter, José Luis de la Rosa, ist das kein Grund für Unmut: „Ja, alles ist viel teurer, aber die Kunden wundern sich nicht, weil sie das aus ihren täglichen Ausgaben kennen.“ Dennoch sieht er auch ein Nachfrage-Plus. Und damit eine indirekte Legitimierung für weitere Preiserhöhungen.
Kanaren-Urlaub wird teurer: Menschen reisen kürzer und planen früher
„Im Juli lag die Auslastung bei 85 Prozent“, sagt der Experte. Die Branche hoffe, dass diese Rate nochmals überschritten werden kann. Dann würden die Buchungen im August sogar über denen von vor der Krise liegen. Und die Umsätze steigen.
Dennoch macht sich die angespannte Finanzlage vieler Urlauber auch in den Buchungen bemerkbar, berichtet de la Rosa. So sei die durchschnittliche Zahl der Übernachtungen gesunken. Menschen verkürzen also ihren Urlaub. Und viele Einheimische würden weniger weit reisen.
Auf der anderen Seite würden sich Menschen allmählich wieder darauf besinnen, früher zu Buchen, um so Frühbucherrabatte zu erlangen. Während der Pandemie hatte sich das aus Sorge vor neuen Wellen und damit verbundener Stornierungen deutlich in Richtung der Last-Minute-Angebote verschoben. Zudem würden Hotels deutliche Anstrengungen unternehmen, um die Preise nicht stärker als nötig anheben zu müssen.
Experten raten zu frühen Buchungen, um günstiger auf die Kanaren zu reisen
Der Tourismus-Experte empfiehlt Urlaubern, die im Sommer verreisen möchten, umgehend zu buchen. Denn weitere Preiserhöhungen seien absehbar. Die Branche erklärte bereits, dass der Umsatz im dritten Quartal voraussichtlich um mehr als 15 Prozent steigen werde. Exceltur, ein Zusammenschluss der 35 wichtigsten Tourismusunternehmen des Landes, bestätigte diese Erwartung.
Auch ein im Juli veröffentlichter Bericht lässt die Branche aufatmen. Darin heißt es, dass Spanien für Europäer eines der Lieblings-Urlaubsländer sei und die Reisebereitschaft insgesamt wieder deutlich anziehe. Hinzu komme, dass inzwischen mehr Flüge denn je zur Verfügung stehen.
Inflation und Fachkräftemangel dämpfen Hoffnung auf den Kanaren
Dennoch hängt die Inflation wie ein Damoklesschwert über der Tourismus-Branche. Steigende Preise setzen Familien zunehmend unter Druck. Gleichzeitig herrscht auf den Kanaren ein enormer Fachkräftemangel. Für die Inseln bedeutet das nicht nur einen Preiskampf mit anderen Destinationen innerhalb und außerhalb der EU, sondern auch Probleme beim reibungslosen Ablauf.
Insbesondere Ägypten und die Türkei würden inzwischen potenzielle Kanaren-Urlauber anziehen. Ob Preisanstiege und positive Umsatz-Prognosen also ein Dauerzustand auf den Inseln bleiben, ist abzuwarten.
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