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Kanaren erhöhen Mittel für minderjährige Migranten auf 155 Millionen Euro

Die Kanaren haben die Mittel für Migrantenkinder auf 155 Millionen Euro erhöht. Dazu wurde eine Budgeterweiterung von 36,7 Millionen Euro genehmigt.

Von Juan Martín – letzte Änderung: – Lesedauer: 1 Minute – 0 Leserkommentare bei Teneriffa News

Die Regierung der Kanarischen Inseln hat den Etat für die Betreuung unbegleiteter minderjährige Migranten auf 155 Millionen Euro erhöht. Am Montag genehmigte sie eine zusätzliche Budgeterweiterung von 36,7 Millionen Euro.

Diese Mittel sollen die Betreuung und den Transport der Minderjährigen auf das spanische Festland sicherstellen. Das sagte Sozialministerin Candelaria Delgado vor dem Regierungsrat.

Die Generaldirektion für Kinderschutz begann das Jahr 2025 mit einem Eigenbudget von 5,6 Millionen Euro. Hinzu kamen 50 Millionen Euro vom spanischen Jugend- und Kinderministerium sowie eine weitere Aufstockung in Höhe von 49,3 Millionen Euro. Weitere 13,5 Millionen Euro stellte das Ministerium bereit, um die Betreuungseinrichtungen zu unterstützen.

Regionalregierung sichert Betreuung unbegleiteter Minderjähriger

Mit der jüngsten Budgeterweiterung sichert die Regionalregierung die operative Kapazität der Betreuungseinrichtungen für unbegleitete minderjährige Migranten.

Seit August 2023 gilt auf den Kanarischen Inseln der soziale Notstand, ausgelöst durch den Anstieg ankommender minderjähriger Migranten. Im September 2024 gerieten die vorhandenen Ressourcen erneut an ihre Grenzen.

Im Februar 2025 erweiterte die Regierung die Notstandserklärung, um den rechtlichen Rahmen für den Kinderschutz zu wahren und die Belastung des Aufnahmesystems zu bewältigen.

Die Regierung der Kanarischen Inseln bemängelt seit Jahren, mit unbegleiteten Minderjährigen alleingelassen zu werden. Früher regelte Artikel 35 des Migrationsgesetztes, dass die Region für minderjährige Migranten zuständig ist, in der diese ankommen.

Dieses Gesetz wurde vom Obersten Gerichtshof gekippt. Dennoch läuft die solidarische Umverteilung innerhalb Spaniens nur schleppend an. Viele andere Autonome Gemeinschaften weigern sich, unbegleitete Minderjährige Migranten aufzunehmen.


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Über den Autor

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Juan Martín

Juan Martín ist Journalist bei Teneriffa News. Er ist auf den Kanaren zu Hause und kennt sich dort bestens aus. Zum Autorenprofil von Juan Martín.

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