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„Eingangstor Europas“: Kanaren fordern EU-Solidarität bei Migration

Die Regierung der Kanarischen Inseln hat ihre Besorgnis über den Migrationspakt der EU geäußert. Zudem werden Verbesserungen im Tourismus gefordert.

Von Juan Martín – letzte Änderung: – Lesedauer: 2 Minuten – 0 Leserkommentare bei Teneriffa News

Das Wichtigste in Kürze:
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  • Die Kanaren kritisieren geplante Kürzungen im EU-Migrationspakt, insbesondere die Reduzierung der Solidaritätsfonds und der Verteilungsmechanismen von 31.000 auf 20.000 Personen.
  • Die kanarische Regierung fordert in Brüssel bessere Bezahlung und Ausbildung für Tourismusmitarbeiter sowie EU-Regelungen zum Einfluss des Tourismus auf den lokalen Wohnungsmarkt.
  • Warnung vor neuen Steuerlasten wie einer Treibstoffsteuer, die die Luftverkehrsanbindung und Wettbewerbsfähigkeit der isolierten Inselregion gefährden könnten.
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Der Vizekabinettchef der Kanarischen Inseln kritisiert die geplante Reduzierung der Solidaritätsfonds für Erstaufnahmeländer und die Senkung der Verteilungsmechanismen von 31.000 auf 20.000 Personen. Octavio Caraballo sagte, die Maßnahmen würden die europäische Solidarität schwächen und die Reaktionsfähigkeit bei Migrationsdruck einschränken.

Laut dem Vertreter der Kanaren würden solche Entscheidungen den Geist des Pakts untergraben und die Entwicklung einer gemeinsamen Politik erschweren. Die Kanaren seien in Bezug auf Migration ein bedeutendes Eingangstor Europas über die Atlantikroute.

Caraballo warnte, dass ein restriktiver Ansatz die Herausforderungen für die ohnehin stark belasteten Gebiete verschärfen könne. Der Politiker wies darauf hin, dass die Inseln nicht zu Rückhaltezonen werden sollten, insbesondere nach der Annahme des italienischen Modells für Zentren in Drittstaaten.

Kanaren fordern EU-Unterstützung bei Migration

Parallel dazu setzte sich die kanarische Regierung in Brüssel für bessere Ausbildung und Bezahlung von Tourismusmitarbeitern ein. Diese Verbesserungen seien entscheidend für die Qualität der Dienstleistungen und den positiven Einfluss auf lokale Gemeinschaften. Die Regierung reichte entsprechende Änderungsanträge zum europäischen Bericht über Destinationsmanagement und regionale Tourismusentwicklung ein.

Caraballo hob hervor, dass qualifizierte und angemessen entlohnte Arbeitskräfte die Qualität von Reisezielen maßgeblich beeinflussen. Niedrige Löhne schränkten die Servicequalität und das soziale Wohl ein. Zudem habe der Anstieg der touristischen Nachfrage den Wohnungsmarkt belastet und den Zugang zu Wohnraum für Einheimische erschwert.

Kanaren auch bei Tourismus-Auswirkungen auf Wohnungsmarkt in Sorge

Die Regierung der Kanaren forderte die EU dazu auf, die Beziehung zwischen Tourismus und Wohnungsmarkt klar zu definieren, um den Einfluss des Tourismus auf das lokale Leben und die Gemeinschaften zu berücksichtigen. Sie warnte vor einem möglichen Exodus von Bewohnern und einem Verlust der sozialen Kohäsion in stark touristisch geprägten Gebieten.

Darüber hinaus betonte die kanarische Regierung die Notwendigkeit, dass EU-Gesetze die transversalen Auswirkungen des Tourismussektors berücksichtigen, die Bereiche wie Transport, Wettbewerbsfähigkeit, Beschäftigung, Kultur und Wohnungszugang betreffen. Die regionale Politik forderte, dass die Besonderheiten der Außenregionen, die stark von europäischer Finanzierung abhängen, stärker in den politischen Maßnahmen berücksichtigt werden.

Abschließend warnte die Kanaren-Regierung vor den Auswirkungen neuer Steuerlasten auf die Luftverkehrsanbindung, insbesondere in isolierten Gebieten. Eine Treibstoffsteuer könne die Wettbewerbsfähigkeit des Tourismussektors und die Mobilität von Einwohnern und kleinen Unternehmen beeinträchtigen.


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Über den Autor

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Juan Martín

Juan Martín ist Journalist bei Teneriffa News. Er ist auf den Kanaren zu Hause und kennt sich dort bestens aus. Zum Autorenprofil von Juan Martín.

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