Der Vizekabinettchef der Kanarischen Inseln kritisiert die geplante Reduzierung der Solidaritätsfonds für Erstaufnahmeländer und die Senkung der Verteilungsmechanismen von 31.000 auf 20.000 Personen. Octavio Caraballo sagte, die Maßnahmen würden die europäische Solidarität schwächen und die Reaktionsfähigkeit bei Migrationsdruck einschränken.
Laut dem Vertreter der Kanaren würden solche Entscheidungen den Geist des Pakts untergraben und die Entwicklung einer gemeinsamen Politik erschweren. Die Kanaren seien in Bezug auf Migration ein bedeutendes Eingangstor Europas über die Atlantikroute.
Caraballo warnte, dass ein restriktiver Ansatz die Herausforderungen für die ohnehin stark belasteten Gebiete verschärfen könne. Der Politiker wies darauf hin, dass die Inseln nicht zu Rückhaltezonen werden sollten, insbesondere nach der Annahme des italienischen Modells für Zentren in Drittstaaten.
Kanaren fordern EU-Unterstützung bei Migration
Parallel dazu setzte sich die kanarische Regierung in Brüssel für bessere Ausbildung und Bezahlung von Tourismusmitarbeitern ein. Diese Verbesserungen seien entscheidend für die Qualität der Dienstleistungen und den positiven Einfluss auf lokale Gemeinschaften. Die Regierung reichte entsprechende Änderungsanträge zum europäischen Bericht über Destinationsmanagement und regionale Tourismusentwicklung ein.
Caraballo hob hervor, dass qualifizierte und angemessen entlohnte Arbeitskräfte die Qualität von Reisezielen maßgeblich beeinflussen. Niedrige Löhne schränkten die Servicequalität und das soziale Wohl ein. Zudem habe der Anstieg der touristischen Nachfrage den Wohnungsmarkt belastet und den Zugang zu Wohnraum für Einheimische erschwert.
Kanaren auch bei Tourismus-Auswirkungen auf Wohnungsmarkt in Sorge
Die Regierung der Kanaren forderte die EU dazu auf, die Beziehung zwischen Tourismus und Wohnungsmarkt klar zu definieren, um den Einfluss des Tourismus auf das lokale Leben und die Gemeinschaften zu berücksichtigen. Sie warnte vor einem möglichen Exodus von Bewohnern und einem Verlust der sozialen Kohäsion in stark touristisch geprägten Gebieten.
Darüber hinaus betonte die kanarische Regierung die Notwendigkeit, dass EU-Gesetze die transversalen Auswirkungen des Tourismussektors berücksichtigen, die Bereiche wie Transport, Wettbewerbsfähigkeit, Beschäftigung, Kultur und Wohnungszugang betreffen. Die regionale Politik forderte, dass die Besonderheiten der Außenregionen, die stark von europäischer Finanzierung abhängen, stärker in den politischen Maßnahmen berücksichtigt werden.
Abschließend warnte die Kanaren-Regierung vor den Auswirkungen neuer Steuerlasten auf die Luftverkehrsanbindung, insbesondere in isolierten Gebieten. Eine Treibstoffsteuer könne die Wettbewerbsfähigkeit des Tourismussektors und die Mobilität von Einwohnern und kleinen Unternehmen beeinträchtigen.
Ihr Freikontingent ist aufgebraucht. Jetzt alle Inhalte und den Premium-Newsletter freischalten
Ihr Kanaren-Profi – seit 2011. Unabhängig. Lokal. Verlässlich.
Weiterlesen auf Teneriffa News – ohne Limit, mit weniger oder ganz ohne Werbung:
52 Wochen
für nur 52 €
nur 1 € pro Woche!
Sie sparen rund 33 % gegenüber dem Monatspreis.
- Komplett werbefrei lesen
- Alle Artikel ohne Limit lesen
- 33 Prozent Rabatt
- 52 Premium-Newsletter
- Kein Werbetracking
- Kostenlose Premium-Kleinanzeigen aufgeben
- Beiträge kommentieren
- Kinderleicht kündbar
- Sie unterstützen unabhängigen Kanaren-Journalismus
12 Wochen
für 15 €
(1,25 € pro Woche)
- Alles ohne Limit lesen
- Premium-Newsletter jede Woche
- Weniger Werbung
4 Wochen
für 6 €
(1,50 € pro Woche)
- Alles ohne Limit lesen
- Premium-Newsletter jede Woche
- Normale Werbung









Leserkommentare zu:
„Eingangstor Europas“: Kanaren fordern EU-Solidarität bei Migration
Diese Funktion ist unseren Mitgliedern vorbehalten. Hier finden Sie unsere Angebote.