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“Schwere Umweltsünden”: Kanaren-Strände erhalten 48 “Schwarze Flaggen”


Die Kanarischen Inseln haben 48 Negativ-Preise für schwere Umweltsünden erhalten. An diesen Stränden und Küsten ist die Situation laut Umweltschützern besonders schlimm.

Lesedauer: 2 Minuten

Die Kanarischen Inseln versündigen sich an ihren Küsten. Das ist die Kurz-Zusammenfassung des Berichts von Ecologistas en Acción. Die Umweltschützer veröffentlichen jedes Jahr einen Bericht und verleihen “Schwarze Flaggen” als Negativ-Preis für Umwelt-Vergehen.

Die Kanarischen Inseln verfügen über mehrere Tausend Kilometer Küste. Nur eine Region Spaniens hat mehr Grenzen zum Meer. Für die am besten gepflegten und eingerichteten Strände gibt es jedes Jahr die “Blaue Flagge”. Doch abseits der heilen Welt gibt es zahlreiche Umweltsünden. Und die werden spanienweit mit der “Schwarzen Flagge” sichtbar gemacht.

48 dieser Negativ-Preise gab es jetzt für die Kanarischen Inseln. Der Bericht für das Jahr 2023 macht so die schwerwiegendsten Umweltsünden sichtbar. Und laut der Umweltschützer “könnte es noch viel mehr geben”.

Übermäßiger Tourismus schädigt die Umwelt auf der achten Kanaren-Insel La Graciosa

Für jede Kanaren-Insel wurden vier Szenarien ausgewählt, die “schwerwiegende Auswirkungen auf Mensch und Umwelt repräsentieren”. So sollen “schlechtes Umweltmanagement” und “eine Reihe von Problemen in Bezug auf die Umwelt-Verschmutzung” sichtbar gemacht werden.

Und so wurde in der Provinz Las Palmas de Gran Canaria, also auf den östlichen Kanaren-Inseln, unter anderem eine schwarze Flagge “für schlechtes Management” an die Erweiterung des Hafens von Corralejo auf Fuerteventura und wegen Umweltverschmutzung an den Strand von La Francesa auf La Graciosa vergeben.

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Beide Flaggen haben für die Umweltschützer zwei Faktoren gemeinsam: Es gebe übermäßigen Tourismus und übermäßige Urbanisierung der Küste. “Wieder einmal sind wir mit einer völlig unnötigen und überdimensionierten Erweiterung eines Hafens konfrontiert, die eine der empfindlichsten Enklaven der Insel Fuerteventura beeinträchtigen könnte – mit bedrohten Arten wie dem Engelshai”, heißt es in der Begründung.

El Médano auf Teneriffa als Beispiel für Abwasser-Probleme der Kanarischen Inseln

Auf La Graciosa sei vor allem der zunehmende Massentourismus ein Problem. “Geschützte Naturgebiete wie den Strand von La Francesa und der Chinijo-Archipel sowie das Leben der örtlichen Bevölkerung” würden davon zunehmend geschädigt, heißt es in der weiter.

Auf den westlichen Kanaren-Inseln ist eine Schwarze Flagge an die Playa del Médano auf Teneriffa vergeben worden. In der Begründung heißt es, dass die Küste dort “wegen Verschmutzung” ausgezeichnet wurde. Gemeint sind Umwelt-Vergehen wegen ungefiltert eingeleitetem Abwasser. Dabei handle es sich laut Aktivisten um ein chronisches Problem – “und zwar praktisch an der gesamten Südküste Teneriffas”.

Vulkanausbruch: La Palma schädigt neues Gebiet schon nach kürzester Zeit

In Fuencaliente auf La Palma komme zudem Missmanagement hinzu. Besonders “schwerwiegend” sei jedoch ein Fall auf La Palma. Dort hab es den Negativ-Preis für die Erschließung des nach dem Vulkanausbruchs neu gebildeten Areals gegeben. Dieses sei “ungerechtfertigt” bebaut worden, was “irreversible Schäden am jüngsten Staatsgebiet verursacht” habe.


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Juan Martín ist redaktioneller Mitarbeiter von Teneriffa News. Zu seinem Autorenprofil geht es hier.

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