Die Warnstufe Orange des spanischen Wetteramts AEMET ist auf El Hierro und La Gomera abgelaufen, die Unwetterlage ändert sich. Beide Inseln stehen wegen Wind nur noch auf Gelb. Die Vorhersage nennt dort Böen bis zu 70 Kilometer pro Stunde, in mittleren Lagen und auf den Gipfeln örtlich bis zu 90 Kilometer pro Stunde. Orange gilt damit nur noch für ganz La Palma und den Norden Teneriffas, wo die Windwarnung zum Tiefdruckgebiet Bruna seit Samstag, 21 Uhr, besteht.
Für diese beiden Gebiete nennt das AEMET Böen bis zu 90 Kilometer pro Stunde. Auf den Gipfeln rechnet der Wetterdienst mit mehr als 100 Kilometer pro Stunde. Der Wind kommt aus Südwest und trifft vor allem die Höhenlagen, auf La Palma zusätzlich den Nordwesten und die Ostküste. Die orange Warnung endet am Sonntag um Mitternacht. Wie zuvor das Unwetter Francis auf den Kanaren trägt auch dieses Tief einen eigenen Namen.
Auf La Palma gilt seit Samstag, 21 Uhr, zudem Gelb wegen Gewitter. Seit Sonntag, 0 Uhr, warnt das AEMET auch auf El Hierro, La Gomera und ganz Teneriffa vor Gewittern. Auf allen vier Inseln können sie Hagel bringen, die Warnung endet jeweils um 17.59 Uhr. Für den Vormittag gibt der Wetterdienst auf denselben Inseln eine weitere Warnung aus, diesmal wegen Regen.
Kanaren: Regen und Gewitter breiten sich aus
Von 10 bis 17.59 Uhr gilt auf El Hierro, La Palma, La Gomera und Teneriffa die Stufe Gelb wegen Regen. Möglich sind bis zu 20 Millimeter in einer Stunde und bis zu 60 Millimeter in zwölf Stunden. Betroffen sind vor allem die West- und Südhänge, auf La Palma am ehesten die mittleren Höhenlagen. Für sämtliche Warnungen dieser Lage gibt das AEMET die Eintrittswahrscheinlichkeit mit 40 bis 70 Prozent an.
Ab 12 Uhr bis Mitternacht stehen auch Gran Canaria, Fuerteventura und Lanzarote wegen Regen und Gewitter auf Gelb. Auch hier kann Hagel fallen. Für Fuerteventura und Lanzarote nennt das AEMET bis zu 20 Millimeter Regen in einer Stunde. Auf Gran Canaria sind bis zu 25 Millimeter in einer Stunde und bis zu 40 Millimeter in zwölf Stunden möglich, vor allem an den West- und Südhängen. Im Norden der Insel trifft der Regen besonders die Nordwestflanke.
Südwestwind erfasst auch Teneriffas Süden und Gran Canaria
Von 7 Uhr bis Mitternacht gilt Gelb wegen Wind auch im Großraum Santa Cruz und La Laguna sowie im Osten, Süden und Westen Teneriffas. Dieselbe Warnung betrifft ganz Gran Canaria. Die Böen erreichen laut Vorhersage bis zu 70 Kilometer pro Stunde, in mittleren Lagen und auf den Gipfeln örtlich bis zu 90 Kilometer pro Stunde. An der Südostküste Teneriffas warnt das AEMET bis 14.59 Uhr vor Seegang bei Südwestwind mit 50 bis 61 Kilometer pro Stunde, also Windstärke sieben. Dieselben Werte nennt es von 12 bis 17.59 Uhr für die Nordwestküste Gran Canarias. Kombinierte Wind- und Seegangswarnungen gab es auf den Inseln zuletzt bei einem Unwetter-Wochenende mit Sturm und hohen Wellen.
Regen und Gewitter in den Höhenlagen von El Hierro, La Palma, La Gomera, Teneriffa und Gran Canaria können Sturzbäche auslösen. Das Wasser kann sich durch die Barrancos bis an die Küste ergießen. In den Schluchten und in ihrer Nähe ist deshalb besondere Vorsicht geboten.
Wie sich das Wetter genau entwickelt, sehen Sie in unserer stets aktuellen Wettervorhersage für die Kanarischen Inseln. Nachfolgend geht es direkt zum…
















Kommentare (0)
Noch keine Kommentare zu diesem Artikel.