Der spanische Wetterdienst Aemet hat für das Wochenende eine Unwetter-Warnung ausgegeben. Erwartet werden demnach besonders hohe Wellen sowie Sturm. Die Warnung gilt für alle Kanarischen Inseln und das gesamte Wochenende.
Die Unwetterwarnung trat am Freitag um 9 Uhr in Kraft und bleibt bis mindestens Sonntagmittag bestehen. Das teilten das Aemet und die Regierung der Kanarischen Inseln mit.
Seitens der regionalen Behörden wurde der spezifische Notfallplan für meteorologische Risiken auf den Kanaren (PEFMA) aktiviert. Demnach gelten zwei gleichzeitige Extrem-Wetterlagen als potenziell gefährlich:
Kanaren erwarten Sturm und besonders hohe Wellen
Die einhergehende Küstenwarnung betrifft das gesamte autonome Gebiet. Laut Prognosen der Meteorologen verschlechtere sich der Zustand des Meeres ab Freitagmittag erheblich. Sturm der Stärke sechs bis sieben, in einigen Bereichen sogar bis zu Stärke acht, werden auf La Gomera und Teilen von Teneriffa erwartet. Bis Mitternacht sollten an den Nord- und Westküsten Wellenhöhen von bis zu fünf Metern erreicht werden.
Für Samstag prognostizierten die Meteorologen eine weitere Verschlechterung der Lage. Raue bis sehr raue See wird von Sturm aus Nord und Nordwest angefacht. Erwartet werden dann erneut bis zu fünf Meter hohe Wellen. In Einzelfällen sollen sie sogar deutlich höher werden.
Kanaren: Haushohe Wellen in Einzelfällen möglich
In einigen Gebieten würden die Wellen sogar vereinzelt Ausnahme-Höhen erreichen. Möglich seien dann kurzzeitige Gebilde zwischen sieben und elf Metern Höhe, hieß es. Im Jahr 2018 hatte bei einem Unwetter ein solcher Kaventsmann einen Balkon aus der Verankerung eines Hochhauses bei Tacoronte auf Teneriffa gerissen (mehr dazu hier).
Die Kanaren-Regierung rief die Bevölkerung daher dazu auf, die Küsten zu meiden und äußerste Vorsicht walten zu lassen. Parallel dazu wurde auch eine Windwarnung für La Palma, La Gomera, El Hierro, Teneriffa und Gran Canaria ausgerufen.
Am Freitag werden Nord- und Nordwestwinde mit einer Geschwindigkeit von bis zu 50 Kilometern pro Stunde erwartet, die in höheren Lagen intensiver sein könnten. Böen könnten Geschwindigkeiten von bis zu 90 km/h erreichen, insbesondere an Orten wie dem Teide oder Izaña.
Sturmwarnung für die Kanaren
In der Nacht zu Samstag werde der Wind weiter zunehmen, mit Durchschnittsgeschwindigkeiten von bis zu 60 km/h und sehr starken Böen, die 100 km/h überschreiten könnten – vor allem in den höheren Lagen der westlichen Kanarischen Inseln und Gran Canaria. Auch auf Lanzarote und Fuerteventura bleibt die Vorwarnung bestehen.
Die Regierung der Kanarischen Inseln betonte, dass die Risiken sowohl das Meer als auch Küstengebiete, mittlere Höhenlagen und Gipfel betreffen. Es wird dringend darum gebeten, die offiziellen Empfehlungen zu beachten, um Zwischenfälle aufgrund der widrigen Bedingungen zu vermeiden.
Erst im November waren drei und am vergangenen Wochenende vier Menschen durch hohe Wellen ums Leben gekommen. Eine Frau wird seither vermisst, nachdem eine große Welle sie aus einem vermeintlich sicheren Naturschwimmbecken oberhalb der Küste aufs offene Meer hinaus gezogen hatte.
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