Vier Stufen: Das sind die aktuellen Corona-Maßnahmen auf den Kanaren


Die Regierung der Kanarischen Inseln hat die aktuellen Vorgaben zur Eindämmung des Corona-Virus verschärft. Es wurde eine vierte Warnstufe eingefügt. Das müssen Sie jetzt wissen.

Lesedauer: 3 Min.

Die Corona-Maßnahmen der kanarischen Regierung sind erneut verschärft worden. Der zuständige Rat beschloss eine weitere Warnstufe. Nötig wurde diese, nachdem Lanzarote zwischenzeitlich nahezu senkrecht steigende Inzidenz-Werte aufwies.

Corona-Maßnahmen für die Kanaren

Die Maßnahmen unterscheiden vor allem die jeweilige Situation der einzelnen Kanarischen Inseln. Die Bewertung wird entsprechend individuell vorgenommen.

Die nun vereinbarten Maßnahmen werden den Kriterien des Interterritorialrats des nationalen Gesundheitssystems gerecht. Sie werden in allen Bereichen (Soziales, Arbeit, Freizeit etc.) gemäß den Indikatoren und den festgelegten Alarmstufen angepasst und ergänzen die bisherigen Präventionspläne. Die Maßnahmen lauten wie folgt:

Corona-Maßnahmen für Inseln in Stufe vier

Inseln, die in Alarmstufe vier eintreten oder sich bereits dort befinden, dürfen Ein- und Ausreisen nur aus wichtigem Grund zulassen. Tourismus wurde in der Verschärfung nicht ausdrücklich ausgeschlossen. Im Umkehrschluss muss dieser unter Einhaltung der geltenden Einreiseregelungen (QR-Code und negativer PCR-Test) erlaubt bleiben.

Während die Ausgangsperre der von Stufe drei (siehe unten) entspricht, werden wirtschaftliche Aktivitäten bereits um 18 Uhr heruntergefahren. Dazu zählen auch Restaurants, Cafés und Bars, die bis dahin bei deutlich eingeschränkter Kapazität Gäste auf ihren Terrassen empfangen dürfen. Nach 18 Uhr bleiben lediglich wichtige Geschäfte geöffnet. Dazu zählen beispielsweise Apotheken. Lieferdienste dürfen hingegen bis 22 Uhr arbeiten.

Die Regierung kündigte erweitere Regelungen zur Telearbeit an. Zudem werde der Handel auf 25 Prozent seiner bisherigen Kapazität beschränkt. Auch an Ständen werde die Kapazität reduziert. Dabei gelten lokale Verordnungen.

Corona-Maßnahmen für Inseln in Stufe drei

Inseln, die in Alarmstufe drei eintreten oder sich bereits dort befinden, dürfen Ein- und Ausreisen ebenfalls nur aus wichtigem Grund – analog zu Stufe vier – zulassen.

Zudem ist auch die nächtliche Ausgangssperre mit der aus Stufe vier synchronisiert: Sie gilt zwischen 22 und 6 Uhr. Davon ausgenommen sind Apotheken-Besuche, der Besuch von Gesundheitszentren, -diensten und -einrichtungen, der Besuch veterinärmedizinischer Einrichtungen in Notfällen oder die Bewegungen zur Erfüllung arbeitsrechtlicher, beruflicher, geschäftlicher, institutioneller oder gesetzlicher Verpflichtungen.

Sowohl in öffentlichen als auch in privaten geschlossenen Räumen dürfen sich ausschließlich zusammenlebende Personen treffen. Es gibt lediglich eine Ausnahme für Gastronomiebetriebe. Dort dürfen maximal vier Personen zusammenkommen. Restaurants, Bars und Cafés müssen bereits um 22 Uhr schließen. Sie müssen ihre Innenbereiche geschlossen halten. Davon ausgenommen sind Beherbergungsbetriebe, die ihre Gäste bewirten.

Sport ist in geschlossenen Räumen untersagt. Im Freien ist Individualsport erlaubt. Allerdings muss ein Abstand von mindestens zwei Metern zu anderen Personen eingehalten werden.

Besuche in Krankenhäusern und Pflegeheimen sind untersagt. Es gibt nur wenige Ausnahmen, beispielsweise für den Abschied von Sterbenden. Bewohner von Seniorenzentren dürfen diese nur in Ausnahmefällen verlassen.

Außerdem müssen öffentliche Verkehrsmittel ihre Kapazität auf die Hälfte begrenzen.

Corona-Maßnahmen für Inseln in Stufe zwei

Nachts gilt eine Ausgangssperre zwischen 23 und 6 Uhr. Es dürfen sich maximal vier nicht zusammenlebende Personen treffen. In Restaurants, Cafés und Bars dürfen maximal vier Gäste an einem Tisch sitzen. Auf den Terrassen müssen entweder ein Sicherheitsabstand eingehalten oder Masken getragen werden. Tanz und Gesang sind untersagt.

Beim Sport im Inneren muss dauerhaft ein Sicherheitsabstand von zwei Metern eingehalten werden. Die maximale Teilnehmerzahl ist auf vier Personen begrenzt.

Besuche in Krankenhäusern und Pflegeheimen werden beschränkt und vom Personal überwacht. Es wird die Nutzung von FFP2-Masken empfohlen.

Zudem müssen öffentliche Verkehrsmittel ihre Kapazität auf die Hälfte reduzieren.

Corona-Maßnahmen für Inseln in Stufe eins

Die nächtliche Ausgangssperre gilt zwischen Mitternacht und 6 Uhr. Zudem ist die Zahl der Personen, die in öffentlichen und privaten Umgebungen zusammenkommen, auf sechs begrenzt.

In der Gastronomie dürfen maximal sechs Personen an einem Tisch zusammensitzen. Die Betriebe müssen vor Mitternacht schließen und sicherstellen, dass die Gäste auf den Terrassen und Freiflächen die Sicherheitsabstände einhalten oder Masken tragen. Tanz und Gesang sind verboten.

Bei sportlichen Aktivitäten in geschlossenen Räumen oder im Freien, bei denen ein Mindestabstand von 2 Metern nicht eingehalten werden kann, ist die Gruppengröße auf maximal sechs Personen inklusive Trainer begrenzt. Mannschaftssport, bei dem der Abstand nicht permanent eingehalten werden kann, ist untersagt.

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Über den Autor
Johannes Bornewasser

Johannes Bornewasser ist Herausgeber von Teneriffa News. Er hat zudem die redaktionelle Verantwortung inne. Zu seinem Autorenprofil geht es hier.

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