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Dienstag, 9. Juni 2026
Kanaren

Zwischenbilanz: Kanaren-Unwetter bringt Gewitter, Schnee und Riesenwellen

Sturm, viel Regen und sogar Schnee sind die Auswirkungen des aktuellen Unwetters auf den Kanaren. Das sind die Aussichten und die erste Zwischenbilanz.

Sturm „Emilia“ hat die Kanaren fest im Griff. Die Zufahren zum Teide auf Teneriffa sind wegen Schneefalls gesperrt. Auf vielen Landstraßen gingen Felsbrocken nieder. Gran Canaria musste gleich mehrere Verbindungsstraßen sperren.

In der Nacht zu Samstag wurden 104 Einsätze allein auf Gran Canaria gezählt. Auf Teneriffa kamen weitere 85 hinzu. Umgestürzte Strommasten und vollgelaufene Keller gehörten zu den weiteren Notrufen. Das Unwetter mit Windgeschwindigkeiten von bis zu 90 Kilometern pro Stunde soll am Samstag zunächst an Stärke gewinnen. Einzelne Böen erreichten schon am Freitag Spitzenwerte von bis zu 118 km/h.

Auch die Wellen werden am Samstag ihre Höhe von bis zu fünf Metern nochmals übersteigen. Die Behörden rechnen an einigen Stellen der Kanaren mit bis zu neun Metern Höhe. Örtlich seien in Ausnahmefällen sogar Kaventsmänner möglich, heißt es, weshalb eine Warnung vor Aufenthalten an den Küsten ausgegeben wurde. Die weiteren Aussichten:

Teneriffa: Feuerwehr rettet Person aus dem Meer

Auf Teneriffa musste die Feuerwehr eine Person aus dem Meer retten, die von einer Welle ins Wasser gezogen wurde. Zwei Wehrleute sahen den Zwischenfall und sprangen hinterher. Das Trio konnte von einem Rettungsboot aufgenommen und sicher an Land gebracht werden. Trotz der dezidierten Wellenwarnungen und zuletzt sieben Todesfällen durch hohe Wellen missverstehen noch immer Schaulustige das Geschehen als Fotokulisse.

An den Flughäfen fielen zahlreiche Verbindungen aus oder verspäteten sich deutlich. Die Behörden rechnen damit, dass sich auch diese Situation im Laufe des Tages verschärfen werde.

Für Samstag wurde die höchste Warnstufe ausgerufen. Alle fünf Wetterwarnungen wurden seitens des Aemet entweder in Stufe Gelb oder Orange kategorisiert. Gewarnt wird auf mehreren Inseln vor Starkregen, Gewitter, Sturm, hohen Wellen und sogar Schneefall.

Kanaren-Wetter: Am Samstag bleibt’s gefährlich

Sturm Emilia Unwetterwarnung Kanaren
Sturm Emilia sorgt auf einigen Kanaren-Inseln für gleich fünf Unwetterwarnungen auf einmal. Grafik: Aemet

Am Samstag werden entsprechend weiter starker Niederschlag, der in höheren Lagen in Schnee übergeht, erwartet. Dichte Wolken, teils kräftige Schauer mit Gewitter und Graupel sowie stürmischer Nordwind sorgen vielerorts für einen ruppigen Wintertag, die Schneefallgrenze sinkt in den Hochlagen deutlich ab.

Zunächst dominiert ein wechselhaftes und häufig nasses Wetterbild, ehe die Schauerintensität im Tagesverlauf nur zögerlich nachlässt. Die Temperaturen liegen zwischen 15 und 21 Grad. An den Küsten gilt weiterhin äußerste Vorsicht.

Wie sich das Wetter genau entwickelt, sehen Sie in unserer stets aktuellen Wettervorhersage für die Kanarischen Inseln. Nachfolgend geht es direkt zum…

Quellen
  1. Notrufzentrale der 112 Canarias
  2. AEMET
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