Druckabfall: Flug nach Teneriffa muss in Düsseldorf landen

Eine Maschine aus Berlin ist am Freitag außerplanmäßig auf dem Flughafen Düsseldorf zwischengelandet. Der Airbus des Typs A320 von Condor war von Berlin-Schönefeld (SXF) nach Teneriffa Süd (TFS) unterwegs. Kurz nach dem Start fiel der Kabinendruck ab, so dass der Pilot eine Sicherheitslandung in Düsseldorf beantragte.

Ads

Der Pilot entschied umgehend, die Flughöhe deutlich zu reduzieren und löste eine sogenannte „Luftnotlage“ aus. Die Maschine mit 178 Passagieren und sechs Crewmitgliedern an Bord konnte wenig später, um 15.17 Uhr, sicher in Düsseldorf landen.

Die Passagiere hätten von dem Druckabfall wenig bemerkt, hieß es. Sauerstoffmasken seien nicht benötigt worden, der Druckabfall habe sich lediglich durch Ohrendruck bemerkbar gemacht. Nach der Sicherheitslandung in Düsseldorf seien die Fluggäste betreut worden und hätten ihren Flug nach Teneriffa am Folgetag fortgesetzt, hieß es weiter.

Zwischenzeitlich seien Verpflegung und Unterkunft bereitgestellt worden, teilte die Fluggesellschaft mit. Zwar sei die Situation für die Passagiere ärgerlich gewesen, dabei jedoch so erträglich wie möglich gemacht worden, hieß es weiter. Ob und in welcher Form den Passagieren in einem solchen Fall Schadenersatz zusteht, muss von einer unabhängigen Regulierungsbehörde entschieden werden.

Sicherheitslandung oder Notlandung?

Eine Notlandung liegt immer dann vor, wenn der Pilot zur unmittelbaren Landung gezwungen wird, beispielsweise durch Triebwerksprobleme oder Treibstoffmangel. Eine Sicherheitslandung dagegen wird dann ausgelöst, wenn ein Problem vorliegt, das den Weiterflug grundsätzlich verhindert, dabei jedoch nicht unmittelbar lebensbedrohlich ist. Der Pilot hat für eine Sicherheitslandung ausreichend Zeit, um einen Flughafen anzusteuern oder einen vergleichbaren Landeplatz auszumachen.

Mehr spannende Nachrichten aus Teneriffa und von den Kanarischen Inseln finden Sie hier.

Ads
>> zur Startseite
Beitrag teilen:

Jetzt kommentieren: