Gelbfieber-Gefahr: Weitere Zika-Mücke auf Teneriffa entdeckt


Schon wieder ist auf Teneriffa eine Zika-Mücke entdeckt worden. Die Behörden reagierten prompt. Wir beantworten die häufigsten Fragen zur Gelbfieber-Mücke auf den Kanaren.

Lesedauer: 3 Minuten

Das System zur Überwachung der Gelbfieber-Mücke hat auf Teneriffa zugeschlagen. Daraufhin intensivierten die Behörden die Suche abermals. Die Aedes aegypti gilt als potenzielle Überträgerin gefährlicher Viruserkrankungen.

Die Gesundheitsbehörden der Kanarischen Inseln hatten nahe dem Kreuzfahrt-Terminal am Hafen von Santa Cruz verschiedene Mücken-Fallen installiert. Auf diese Weise sollten möglicherweise mit dem Schiff eingeschleppte Zika-Mücken gefunden werden. Nun schlug eine der Fallen an.

Das Gesundheitsministerium der Kanarischen Inseln meldete, ein weiteres Exemplar der Gelfbfieber-Mücke gefunden zu haben. Erst vor wenigen Wochen war in einem Privathaus in Santa Cruz de Tenerife ein solches Insekt gefangen worden.

Video: So werden Gelbfiebermücken ausgerottet

Brütet die Zika-Mücke auf den Kanaren?

Die Behörden melden, bislang keine Brutstätten gefunden zu haben. Das erklärt auch, warum es bisher nur zu einzelnen Funden gekommen ist und nicht ganze Schwärme entdeckt worden sind. Dennoch müssen die Tiere irgendwo her kommen. Daher wurde die Suche nun nochmals ausgeweitet.


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Wie reagieren die Kanaren auf Zika-Mücken?

Die Behörden stellten weitere Fallen in dem Gebiet um den Fundort herum auf. Darüber hinaus wurde das Gebiet eingezäunt, um ungestört Inspektionsarbeiten durchführen und mögliche Brutplätze lokalisieren zu können. Ob dort tatsächlich Brutstellen vorhanden sind, werde sich in den kommenden Tagen zeigen, hieß es.

Können Bürger bei der Zikamücken-Suche helfen?

Die Behörden haben eine E-Mail-Adresse eingerichtet. Sie bitten Bürger, die glauben eine solche Mücke entdeckt zu haben, möglichst ein Foto sowie den genauen Standort und ihre Kontaktdaten anzugeben. Alle Infos können dann an die Mailadresse vectors.scs@gobiernodecanarias.org gesendet werden.

Woher stammt die Gelbfiebermücke?

Forscher gehen davon aus, dass die Aedes aegypti ursprünglich in Afrika beheimatet war. Dann sei sie vermutlich durch den Menschen in andere Erdteile eingeschleppt worden. Inzwischen ist sie in den Subtropen und Tropen verbreitet. Forscher sind der Meinung, dass sie durch die Ausbreitung von Zuckerrohrplantagen ideale Lebensbedingungen vorfinden. Aktuellen Forschungen zufolge werden immer öfter auch in Südspanien, Griechenland und in der Türkei Funde gemeldet.

Welche Krankheiten überträgt die Tigermücke?

Die Gelbfiebermücke wird unter anderem für die Übertragung des namengebenden Gelbfiebers verantwortlich gemacht. Zudem kann sie Krankheiten wie das Denguefieber, Zika oder Chicungunya übertragen. Allerdings weisen die Behörden darauf hin, dass sie nicht zwingend Krankheiten übertragen müssen. Zudem seien bisher keine Stiche gemeldet worden.

Wie sieht die Zika-Mücke aus?

Die Aedes aegypti hat weiße Streifen auf Beinen und Rücken, was ihr auch den Beinamen Tigermücke einbrachte. Generell ernähren sich die Gelbfiebermücken von Pflanzensäften. Die Weibchen stechen zudem Menschen, da sie das Blut als Eiweißquelle für ihre Eier benötigen. Sie ist kleiner als die üblichen, auf dem Archipel vorhandenen Mücken. Sie kommt eher in städtischen Umgebungen vor.

Wie sieht ein Stich der Tigermücke aus?

Die Aedes aegypti beißen meist tagsüber und nicht nachts. Sie bewegen sich dicht am Boden und es ist normalerweise kein Summen zu hören. Ihr Biss erzeugt eine starke Entzündungsreaktion, die von starkem Juckreiz begleitet wird.

Wenn Sie glauben, von einer Tigermücke gebissen worden zu sein, sollten Sie umgehend die Gesundheitsbehörden informieren. Von dort erhalten Sie Hilfe und weitere Instruktionen.

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Juan Martín ist redaktioneller Mitarbeiter von Teneriffa News. Er ist auf den Kanaren zuhause und schreibt bereits seit vielen Jahren unter anderem über die Inseln.

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