Kastanien und Wein: Kein Herbstfest in Puerto de la Cruz


Wer im Herbst die Nordmetropole Puerto de la Cruz auf Teneriffa besucht, erwartet die Maronen-Stände am Hafen und rund um die Plaza del Charco. Sie gehörten über Jahre wie zum Inventar der Stadt. Doch in diesem Jahr wird mit der Tradition gebrochen.

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Sobald es dunkel wurde, lockten der Feuer-Geruch und die Röstaromen in der Luft über Jahre Hunderte Besucher an den Hafen von Puerto de la Cruz. Über kleinen Öfen wurden Esskastanien geröstet. Dazu servierten die Gastronomen lokalen Rotwein und weitere Spezialitäten, wie Paella oder Hühnchen vom Grill.

„In diesem Jahr müssen wir auf eine Tradition verzichten, die unsere Stadt charakterisiert“, kritisiert der Sprecher und Generalsekretär der sozialistischen Opposition im Stadtrat, Marco González. Dies komme dem Verlust eines Teils ihrer Identität gleich, heißt es weiter.

Touristen lieben das Herbstfest mit Maronen und Wein

Was klingt wie eine lokalpolitische Posse, ist tatsächlich ein Verlust: Viele Touristen kennen die Stände und freuen sich schon vor Ankunft auf die gemütlichen Abende an kleinen und großen Tischen im Hafenbereich und rund um die Plaza del Charco.

In diesem Jahr müssen Besucher erstmals seit vielen Jahren auf die Tradition verzichten. Laut González sei es versäumt worden, die Gastronomen anzusprechen. Die Organisation des Festes sei schlicht verschlafen worden.

Mit einer kurzfristigen Nachbesetzung wird aktuell in Puerto de la Cruz nicht gerechnet. Der Aufwand sei zu groß, um die Stände in einem so kurzen Zeitraum doch noch an den Hafen zu bekommen. Für das kommende Jahr solle dagegen ausreichend Druck aufgebaut werden, um die Feierlichkeiten wieder fest im Kalender der Stadt zu etablieren, hieß es aus Oppositionskreisen.

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Was Sie stattdessen im Urlaub unternehmen können, verraten wir in unserem ausführlichen Teneriffa-Reiseführer und in unserem Reiseführer für Puerto de la Cruz.

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1 Kommentar

  1. Gerd Reichenbach schrieb am

    Ist ja wohl kaum zu glauben, dass es dieses Jahr keine Kastanienstände geben soll. Und noch weniger zu glauben ist es, dass der Grund dafür sein soll, dass man vergessen habe, die Gastronomen anzusprechen!

    Wer soll denn diesen Unsinn glauben? Diejenigen, die bisher sonst jedes Jahr die Stände betrieben haben, hätten doch nicht tatenlos darauf gewartet, bis sie wieder – von wem auch immer – dazu angesprochen worden wären! Vielmehr, falls hierfür wirklich eine besondere Ansprache nötig gewesen und nicht gekommen wäre, hätten diese Leute sicherlich von sich aus die entsprechenden Maßnahmen eingeleitet und bei der Stadt darauf gedrungen, das Fest zu organisieren; kaum vorstellbar, wenn diese Händler und Gastronomen in den Jahren zuvor bei dieser Aktivität doch immer gutes Geld verdient haben, dass sie dann in diesem Jahr freiwillig darauf verzichten wollen und sich nicht von sich aus entsprechend darauf vorbereitet hätten.

    Genauso unglaublich ist die Behauptung, dass man diese Stände nicht auch noch kurzfristig organisieren können solle, falls hier wirklich bislang ein Versäumnis im irgendwelcher Art im Spiel gewesen sein sollte!

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