Reifenplatzer legt Teneriffas Süd-Flughafen lahm


Mehr als sieben Stunden Stillstand und viele Tausend festsitzende Urlauber waren die Folge eines Flugzeug-Defekts auf dem Flughafen Teneriffa Süd. Bei einer Maschine der Gesellschaft Jet2 war während der Landung ein Zwillingsreifen geplatzt. Der gesamte Flugverkehr musste eingestellt werden.

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Als die Maschine der Gesellschaft Jet2 aus Manchester am Dienstag um 13.45 Uhr aufsetzt, gibt es einen lauten Knall. Der Zwillingsreifen des Airbus 330 war bei der Landung geplatzt. Der Pilot steuerte das Flugzeug ruhig bis zum Stillstand, so dass die 320 Fluggäste und elf Besatzungsmitglieder unverletzt aussteigen konnten. In der Folge entstand für viele Tausend Urlauber ein Reise-Chaos.

Während sechs Flüge ihren Start verschieben mussten und einige komplett gestrichen wurden, leitete die Flugsicherung 24 Maschinen um. Diese waren bereits auf dem Weg nach Teneriffa. Drei Flieger wurden zu Teneriffas Nordflughafen geschickt, einer nach Lanzarote und gleich 20 zum Flughafen Gran Canaria.

Währenddessen reparierten Techniker unter Hochdruck das defekte Flugzeug. Dennoch dauerte es mehr als sieben Stunden, bis der Flugbetrieb gegen 21 Uhr wieder aufgenommen werden konnte. In der Zwischenzeit füllte sich das Flughafen-Terminal bis auf den letzten Quadratmeter. Via Twitter machten sich zahlreiche Betroffene Luft:

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Teneriffas Süd-Flughafen soll seit Jahren erweitert werden

Ein ähnlicher Zwischenfall hatte bereits im November 2015 die Diskussionen über eine zweite Startbahn für den Flughafen mit den spanienweit siebtmeisten Flugbewegungen angefacht. Damals sprachen sich die Bürgermeister der angrenzenden Städte für eine schnelle Umsetzung der bereits über viele Jahre diskutierten Pläne aus.

Die Administration hatte zwischenzeitlich tatsächlich einen Umbau des Flughafens beschlossen – allerdings soll demnach ein zweites Terminal gebaut werden. Die Flugabfertigung soll so künftig einfacher werden. Zwischenfälle wie dieser würden in der Zukunft jedoch weiterhin den gesamten Flugverkehr beeinträchtigen. Lediglich die Unterbringung der festsitzenden Fluggäste wäre dann gesichert.

Der Bürgermeister der angrenzenden Touristenmetropole Adeje, José Miguel Rodríguez Fraga, nutzte den Zwischenfall für einen Rundumschlag: „Der Vorfall sollte dafür sorgen, dass uns ein Licht aufgeht und uns alle zum Nachdenken bringen. Es wird Zeit, dass die Probleme gelöst werden – sowohl die des Flughafens als auch die der Staus auf den Landstraßen und der Südautobahn.“

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