Die Inselverwaltung von Teneriffa hat weitreichende Maßnahmen zum Schutz des Teide-Nationalparks beschlossen. Kernpunkt ist die Halbierung der Besucherzahlen. Künftig sollen Shuttlebusse und feste Besucherquoten den Zugang regeln. Zudem ist eine Ökosteuer für Auswärtige geplant.
Der Teide ist eines der meistbesuchten Naturschutzgebiete auf den Kanarischen Inseln. Die Überlastung des Parks wurde in den vergangenen Jahren vielfach kritisiert. Mit einem neuen Konzept sollen Schutzziele nun Vorrang erhalten. Das betonte Rosa Dávila, Teneriffas Insel-Präsidentin, am Donnerstag im Besucherzentrum Cañada Blanca.
„Heute ändern wir die Richtung. Die Erhaltung geht über schnelle Konsumbedürfnisse und Gleichgültigkeit hinaus“, sagte Dávila. Die täglichen Besucherzahlen sollen um 50 Prozent sinken. Der Park dürfe nicht länger überlaufen sein, sagte die Politikerin.
Shuttlebusse, Zeitfenster und Ökosteuer für den Teide auf Teneriffa
Künftig sollen Shuttlebusse, Rundstrecken und feste Tageskontingente den Zugang zum Park strukturieren. Der Einlass wird in festen Zeitfenstern organisiert, um die Belastung der Natur zu reduzieren. Für Einwohner Teneriffas bleibt der Zugang kostenlos, versicherte Dávila. Für alle Auswärtigen werde eine Taxe eingeführt. Hinzu kommen weitere Gebühren für Serviceleistungen im Schutzgebiet.
Bereits am Vortag war die TF-21 zwischen Boca Tauce und El Portillo aus dem Insularbesitz in das Schutzgebiet integriert worden. Damit können Umweltschutzbehörden den Verkehr direkt im Park regulieren, Zugänge beschränken und Verstöße sanktionieren.
Die Maßnahmen sollen auf dem Inkrafttreten des überarbeiteten Teide-Managementplans (PRUG) in zwei Wochen basieren und in der Folge konkretisiert werden. Entsprechende Forderungen waren in den vergangenen Jahren wiederholt laut geworden, um den Naturraum zu entlasten.














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Teneriffa lässt weniger Menschen zum Teide – und verlangt Eintritt
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