Autobahnring verzögert sich: Teneriffa droht der Stau-Kollaps

Stau gehört rund um La Laguna bereits zum Stadtbild. Die Nordautobahn Teneriffas ist mit täglich weit mehr als 100.000 Autos und rund 1300 LKW völlig überlastet. Abhilfe kann nur noch der neue Autobahnring schaffen. Doch der teure Bau verzögert sich weiter.

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Touristen, die vom Norden Teneriffas aus mittags einen der beiden Flughäfen ansteuern, müssen inzwischen rund eine Stunde mehr Zeit einplanen. Besonders an Werktagen ist das Autobahnstück rund um La Laguna, das die TF-1 und die TF-5 verbindet, vormittags regelmäßig dicht. Während vor wenigen Jahren noch darüber diskutiert wurde, ob ein Ausbau der Autobahn überhaupt nötig sei, ist deren Kapazitätsgrenze inzwischen längst erreicht.

Etwa 650.000 Autos fahren auf den Straßen der größten Kanareninsel. Viele davon bringen ihre Besitzer vom Norden in den Süden oder andersherum. Um nicht rund zwei Stunden über die Pässe der Insel fahren zu müssen, benutzen die meisten Pendler die Nord-Süd-Autobahn über La Laguna. Und diese Verbindung von TF-1 und TF-5 stößt längt an ihre Grenzen.

Aus diesem Grund wurde der Autobahnring entworfen, der sich aus finanziellen Gründen jedoch weiter verzögert. Ziel des Projekts ist es, eine komplette Umrundung der Insel per Autobahn zu ermöglichen. Aktuell reicht die Autobahn von El Tanque im Norden über die Hauptstadt bis kurz hinter Adeje im Süden der Insel. Wirtschaftsexperten sehen darin einen großen Nachteil, da Unternehmer aktuell zu lange Anfahrten in den jeweils anderen Teil der Insel in Kauf nehmen müssen, was viele Angebote unnötig verteuert und Aufträge somit erschwert.

Inselring auf Teneriffa: Nächste Teilstücke geplant

Und der Bau des Inselrings kommt bereits seit Jahren immer wieder ins Stocken. Kürzlich wurden nun Gelder genehmigt, mit denen das nächste Teilstück zwischen El Tanque und Santiago del Teide fertiggestellt werden soll. Rund 15 Millionen Euro investiert die Inselregierung demnach für diesen Abschnitt.

Teneriffas Inselpräsident Carlos Alonso hatte in einem gemeinsamen Gespräch mit dem Präsidenten der Kanaren, Fernando Clavijo, erörtert, wie wichtig das Projekt für den Arbeitsmarkt und die Infrastruktur sei. Beide Politiker sollen sich einig darüber sein, dass die Fertigstellung einen wichtigen Schritt für Insel und Umwelt bedeutet.

Wie nun bekannt wurde, sollen laut Straßenausbauplan in den Jahren 2016 und 2017 weitere Zufahrtsstraßen zum Inselring entstehen und auch auf dem Teilstück zwischen Adeje und Santiago del Teide würde demnach mit den Arbeiten begonnen werden.

Sollten diese letzten beiden großen Abschnitte tatsächlich in die Fertigung gehen, würden bereits in einigen Jahren Umwege über die Pässe des Teno-Gebirges oder der lange Weg über La Laguna entfallen. Dies würde auch das Autobahnstück bei La Laguna merklich entlasten.

Doch selbst bei Aufnahme der Arbeiten im Jahr 2017 würde die Fertigstellung des Autobahnrings noch viele Jahre dauern. In der Zwischenzeit sind bei Autofahrern auf Teneriffa rund um La Laguna im Norden der Insel weiterhin viel Geduld und gute Zeiteinteilung gefragt.

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