Unfall von Saida P.: Was wirklich passierte

Unsere Leserreporterin Claudia schildert den Hergang des Unfalls von Reina-Kandidatin Saida P. aus ihrer Sicht und nach ihren Informationen. Saida P. hatte bei der Gala zur Wahl der Karnevalskönigin 2013 schwere Verbrennungen erlitten. Für den Inhalt dieses Textes ist die Autorin verantwortlich:

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Saida P. hat nicht Verbrennungen 1. und 2. Grades, sondern 2. und 3. Grades erlitten, weshalb sie in die Spezialklinik nach Sevilla geflogen wurde. Die verwendete Pyrotechnik (fuego frío) wurde autorisiert, auch wenn die Organisatoren der Gala dies bestritten.

Schwere Fehler werden der Organisation (Consejalía de Fiestas) vorgeworfen, unter anderen, dass in der Pressemitteilung vor der Gala der Einsatz der Pyrotechnik in einer Fantasie erwähnt wird, jedoch das Protokoll für die Sicherheit während der Gala diese Tatsache nicht enthält und damit die Feuerwehr nicht informiert wurde.

Nach dem Unfall wurde ebenfalls das Protokoll nicht eingehalten, was die Spurenermittlung erschwert. Der Designer der Fantasie von Saida P. kritisierte die Situation im Backstage, die er als „Mausefalle“ bezeichnete.

So musste ihm ein Feuerlöscher von einem Tontechniker zugeworfen werden, weil der Zugang zur Fantasie, die ein einziger Flammenball darstellte, und mitten drin Saida, die sich von ihren Kostüm aufgrund des Gürtels nicht befreien konnte, versperrt wurde, wie der Designer der Presse mitteilte. Auch er und seine Gemahlin erlitten Verbrennungen, während sie Saida befreiten. Die Feuerwehr kam erst später zur Hilfe.

Wie es leider immer ist, werden Opfer zu Täter und Täter zu Opfer. Auch der Designer der Fantasie, welche den Brand durch die integrierte Pyrotechnik ausgelöst hatte, Willy J., erlitt Verbrennungen, während er Saida zur Hilfe kam und musste ebenfalls ambulant behandelt werden.

Die Kandidatin seiner Fantasie, Magnolia C., wurde nach dem Unfall aufgefordert, ihre Fantasie zu präsentieren. Diese Kandidatin erlitt ebenfalls ein Trauma und kritisierte in einem Interview die Stellungnahmen der Organisatoren, sowie die Tatsache, dass die Gala nicht abgebrochen wurde. Magnolia nahm nicht mit ihrer Fantasie am Umzug in Santa Cruz teil.

Weitere Untersuchungen sollen die Verantwortlichen dieses Unfalls entlarven. Inwiefern sie dann zur Rechenschaft gezogen werden ist abzuwarten. Auch wird weiter untersucht, ob Willy J. eine andere Pyrotechnik, als die von dem Protokoll autorisierte, verwendet hatte. Die Fantasie von Willy J. wurde übrigens von den Organisatoren nicht überprüft.

Für mich ist das wieder einmal ein Beweis, was passieren kann, wenn Personen ein Amt ausführen, für das sie aufgrund ihrer Ausbildung kein Recht haben.

Ánimo Saida, reina del corazón de los Canarios, und für alle Opfer dieses tragischen Unfalls.

(Quellen: verschiedene spanische Presseberichte wie la Opinion, Diario de Aviso etc.)

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Veröffentlicht in: Teneriffa, Aktuelle Nachrichten

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