Wenn die Steuererklärung ansteht, wittern auf den Kanarischen Inseln auch Betrüger ihre Chance. Genau in dieser Zeit landen nach Angaben der kanarischen Behörden besonders viele betrügerische E-Mails in den Postfächern.
Noch bis zum 30. Juni läuft die spanische Steuerkampagne. Seit dem Start vor gut zwei Wochen verzeichnen die Sicherheitsbehörden der Inseln eine ganze Welle solcher Betrugsversuche.
Am häufigsten treten die Kriminellen dabei als Beschäftigte der Steuerbehörde auf und stellen Rückzahlungen in Aussicht. Das dahinterstehende System sieht folgendermaßen aus:
Spam-Welle verunsichert Menschen auf den Kanaren
Über SMS oder E-Mail lotsen die Täter verunsicherte Empfänger auf nachgebaute Behörden-Webseiten, wo dann nach Bankdaten und persönlichen Angaben gefragt wird. Neu ist diese Form des Phishings nicht. Die Kriminellen orientieren sich gezielt am Kalender.
Mit den ersten Steuerbescheiden steigt das Risiko. Gestaltung, Ton und Logos der echten Behördenseiten kopieren die Täter so geschickt, dass kaum ein Unterschied auffällt. Weil viele auf eine Rückzahlung hoffen, geben sie ihre Daten samt Kontonummer dann ohne Zögern preis.
Von der Polizei auf den Kanaren heißt es, dass die Steuerbehörde grundsätzlich niemals per SMS oder E-Mail nach Kontodaten verlange. Die nationale Polizei empfiehlt, verdächtige Links nicht anzuklicken und Anhänge aus unbekannten Quellen ungeöffnet zu lassen. Steuerinformationen sollte man ausschließlich direkt auf der offiziellen Website der Steuerbehörde prüfen.
Wer trotz aller Vorsicht hereingefallen ist, sollte den Vorfall umgehend bei der Polizei anzeigen. Eine solche Anzeige kann auch späteren Schaden verhindern.
Identitätsdiebstahl auf den Kanaren
Während der Steuerkampagne gibt auch der Identitätsdiebstahl den Sicherheitsbehörden zu tun. Das spanische Institut für Cybersicherheit INCIBE hat mehrere Fälle gemeldet, bei denen Steuerzahlern über manipulierte Ausweisfotos die Steuerschulden anderer zugerechnet wurden.
In einem konkreten Beispiel bemerkte ein Bewohner der Kanaren beim Durchsehen seines Steuerbescheids, dass ihm Gewinne aus Online-Sportwetten angelastet wurden, die er nie eingestrichen hatte. Die Ermittlungen ergaben, dass Kriminelle ein älteres Foto des Mannes verwendet hatten, auf dem er seinen Personalausweis in die Kamera hielt, um ihn bei Wettanbietern zu registrieren.
Mit solchen Daten lassen sich beim Finanzamt im fremden Namen Einkommen oder Gewinne anmelden. Für die Betroffenen ziehen zunächst einmal steuerliche Folgen nach sich, und die Aufarbeitung kann sich über einen langen Zeitraum hinziehen.
Das Nationale Institut für Cybersicherheit in Spanien, INCIBE, mahnt zur Vorsicht, gerade während der Steuerzeit, aber ebenso im Rest des Jahres. Weitere typische Betrugsmaschen auf den Kanaren haben wir in der folgenden Sammlung für Sie zusammengestellt:
















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