„Jedes Los verliert“ – Vorsicht vor Betrugsmasche auf den Kanaren


Urlauber sind beliebte Ziele für Betrüger. Sie verweilen im Schnitt keine zwei Wochen auf den Kanaren. Und so ist es für die Täter attraktiv, sie auszunehmen. Schließlich ist es unwahrscheinlich, dass sich Betrüger und Opfer ein zweites Mal über den Weg laufen. Wir erklären die nicht mehr ganz so neue, grade jedoch wieder im Trend liegende Los-Masche.

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Wer im Urlaub Lose zieht, hat oft schon verloren. Das gilt keineswegs für die Los-Bude auf dem Rummelplatz. Sehr wohl jedoch für Losverkäufer auf der Promenade. Wir erklären den derzeit wieder aufkeimenden Trick.

Die Masche ist simpel. Sie weckt den Spieltrieb, der in vielen Menschen schlummert: An der Promenade werden Touristen angesprochen und ihnen ein Los aufgeschwatzt. Zur Überraschung des Opfers, winkt ein Gewinn. Um ihn einzulösen, muss der vermeintliche Glückspilz jedoch mitkommen. Denn natürlich ist der Hauptgewinn grade nicht vor Ort.

Am Ziel angekommen, finden sich die Opfer dann in einem Verkaufsgespräch wieder. Aufgedrängt werden beispielsweise Urlaubsgutscheine oder Timesharing-Immobilien (mehr zum Thema Timesharing auf den Kanaren lesen Sie hier).

Laut dem Europäischen Verbraucherzentrum Deutschland (EVZ) ist die Faustregel simpel: „Wer ins Taxi steigt, hat schon verloren“, heißt es dort. Denn der vermeintliche Gewinn entpuppt sich fast immer als Betrugsmasche, aus der die Opfer nur schwerlich unbeschadet herauskommen.

So werden Sie reingelegt: Urlaubsgutscheine als vermeintliches Schnäppchen

Für die Urlaubsgutscheine oder Timesharing-Immobilien werden Anzahlungen fällig. Wer nicht direkt zahlen kann, wird zum Geldautomaten begleitet. Ist die Anzahlung schließlich geleistet, lassen sich viele Betroffene sogar noch tiefer in den Betrug hineinziehen.


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Denn wer glaubt, ein Schnäppchen erworben zu haben, folgt den Betrügern im Regelfall gutgläubiger. Soll der vermeintliche Gewinn dann jedoch aktiviert werden, fehlt vom Anbieter jede Spur.

Laut EVZ sei die Masche derzeit insbesondere auf Gran Canaria beliebt. In den Orten Puerto de Mogán und Playa del Inglés habe man diverse unseriöse Anbieter ausgemacht.

Betrüger auf den Kanaren: Lassen Sie sich nicht ansprechen!

Wer angesprochen wird, soll unter keinen Umständen reagieren, raten die Verbraucherschützer. Hat man sich gutgläubig doch um den Finger wickeln lassen, sei es enorm wichtig, weder eine Unterschrift zu leisten noch Geld zu bezahlen.

Als typische Opfer gelten älter aussehende Paare. Kinder würden die Verkaufsgespräche stören und jüngere Paare seien entweder nicht finanzstark genug oder würden den Betrug eher wittern, heißt es.

Wer sich doch zu einer Zahlung hat hinreißen lassen, soll den Vertrag schriftlich widerrufen und dies dokumentieren. Zudem solle versucht werden, das Geld über das Finanzinstitut zurückzufordern.

Wie Sie im Urlaub noch reingelegt werden können, sehen Sie jetzt in unserer Zusammenstellung der typischen Betrugsmaschen:

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Über den Autor
Johannes Bornewasser sw klein

Johannes Bornewasser ist Herausgeber von Teneriffa News. Er hat zudem die redaktionelle Verantwortung inne. Zu seinem Autorenprofil geht es hier.

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