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Kanaren: Arme Kinder sind meistens dick

Viele Jungen auf den Kanaren sind dick. Auch bei Mädchen zeichnet sich ein Trend ab. Er hat mit dem Einkommen der Eltern zu tun.

Von Johannes Bornewasser – letzte Änderung: – Lesedauer: 2 Minuten – 0 Leserkommentare bei Teneriffa News

Das Wichtigste in Kürze:
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  • 22,6 Prozent aller Kinder auf den Kanaren leiden unter abdominaler Adipositas. Das ist die höchste Rate in ganz Spanien.
  • Besonders betroffen sind Jungen und Kinder aus einkommensschwachen Familien.
  • Ursache ist vor allem schlechte Ernährung. Oft gibt es schon zum Frühstück Kekse und zuckerhaltige Getränke.
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Kinder waren auf den Kanarischen Inseln nie so dick wie heute. Das zeigt eine aktuelle Erhebung. Demnach gibt es einen Zusammenhang zwischen der sozialen Schicht und Übergewicht bei den kleinsten Einwohnern der Kanaren.

Seit der Jahrtausendwende sind Kinder auf den Kanaren immer dicker geworden. Das sozioökonomische Niveau der Familien ist oft eine Diagnose. Seitens der Universität von Las Palmas auf Gran Canaria (ULPGC) heißt es, dass zu wenig getan werde.

Das ist das Kurzresümee einer Studie von der Gasol Foundation, dem Hospital del Mar Research Institut und der ULPGC. Daten und wissenschaftlicher Input kam von zahlreichen Einrichtungen, wie Universitäten, Forschungszentren und Krankenhäusern. Demnach gibt es einen klaren Trend:

Kanaren & Spanien: Kinder werden dicker

Laut Erhebung haben nicht nur die Kanaren ein Problem mit Fettleibigkeit beim Nachwuchs. In ganz Spanien werden die Kinder demnach immer dicker. Zu dem Ergebnis kommt Helmut Schröder, der an der ULPGC als Honorarprofessor in die Ernährungsforschungsgruppe aufgenommen wurde.

Die Daten sind laut Gran Canarias Uni „besorgniserregend“. Bei der Abdominalen Adipositas, also bei starkem Bauchfett, stieg die Zahl der Betroffenen Kinder auf den Kanaren dramatisch. Waren im Jahr 2000 noch 16 Prozent aller Kinder des Archipels betroffen, sind es inzwischen 22,6 Prozent.

Damit ist durchschnittlich weit mehr als jedes fünfte Kind auf den Kanaren fettleibig. In ganz Spanien gibt es keine Region mit mehr dicken Kindern. Laut Studie sind aktuell zwar mehr Jungen betroffen, doch bei der Zunahme seien Mädchen dramatisch stark auf dem Vormarsch.

Kanaren-Kinder zu dick: Kekse schon zum Frühstück

Die Daten zeigen, dass die Fettleibigkeit bei Kanaren-Kindern „in signifikanter Weise zugenommen hat“. Am stärksten ist demnach die Gruppe der fünf- bis neunjährigen betroffen. Viele Kinder würden bereits zum Frühstück Kekse essen und sich über den Tag verteilt deutlich schlechter ernähren als früher, beispielsweise durch viele zuckerhaltige Getränke.

Laut Studienleitung sei das eng mit der sozialen Schicht verbunden. Auch früher sei dieser Trend sichtbar gewesen, „doch in den vergangenen 20 Jahren war die Rate nicht so hoch wie heute“, heißt es abschließend.


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Über den Autor

Kanaren: Arme Kinder sind meistens dick

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Johannes Bornewasser

Johannes Bornewasser ist Gründer und Herausgeber der Teneriffa News, Ihrem Kanaren-Experten seit 2011. Er hat zudem die redaktionelle Verantwortung inne. Zum Autorenprofil von .

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