Teneriffa hat seine Brandschutz-Beschränkungen verschärft. Die Inselverwaltung setzte wegen der aktuellen Hitzewelle mehrere Verbote und Sperrungen in Kraft. Die aktuelle Hitzewelle sorgt an verschiedenen Orten der Kanarischen Inseln für Höchstwerte von bis zu 40, auf Teneriffa bis 34 Grad. Die Einschränkungen bleiben bestehen, bis die Regierung der Kanaren die Alarmsituation aufhebt.
Zugleich besteht für Teneriffa, La Palma, La Gomera, El Hierro und Gran Canaria eine von der Kanarenregierung ausgerufene Waldbrand-Warnung. Nach Einschätzung der Behörden herrschen auf allen fünf Inseln Wetterbedingungen, die eine schnelle Ausbreitung der Flammen begünstigen würden. Auf Teneriffa gilt Stufe 1 für den Norden, während im Süden, Westen und für die Metropolregion um Santa Cruz und La Laguna die schärferen Regeln für Stufe 2 gelten.
Die Maßnahmen berücksichtigen vor allem die Waldgebiete. Verboten ist der Aufenthalt in Erholungsbereichen, Campingzonen und Lagern im Wald. In den Stufe-2-Gebieten ist es zudem nicht mehr erlaubt, Forststraßen zu Freizeitzwecken mit Motorfahrzeugen zu befahren. Auch weitere Tätigkeiten wurden von der Inselverwaltung untersagt.
Teneriffa: Diese Verbote gelten jetzt im Wald
Untersagt ist offenes Feuer im Freien, also Grills, Lagerfeuer oder die Nutzung von Gaskochern. Auch der Einsatz von Freischneidern, Winkelschleifern, Schweißgeräten und anderen Maschinen, die Funken erzeugen können, bleibt verboten. Für die Dauer des Alarms ruhen forstwirtschaftliche Arbeiten. Ferner dürfen in und nahe an Risikogebieten keine Feuerwerkskörper gezündet werden.
Auch das Rauchen im Wald ist streng verboten. Das gilt auch für Wanderwege, Forststraßen, Aussichtspunkte, Erholungsbereiche und weitere öffentliche Anlagen. Ebenfalls unter das Verbot fallen Romerías, Sportveranstaltungen und andere Aktivitäten auf Forst- und Wanderwegen oder im Gelände. Die Inselverwaltung setzt zudem die geplanten Muffelwild-Kontrollgänge aus.
Begleitet wird die Hitzewelle von sehr trockener Luft in den Mittellagen und Waldgebieten. Nach den Prognosen des spanischen Wetteramts Aemet steigt das Brandrisiko in den kommenden Tagen weiter an, da hohe Temperaturen, niedrige Luftfeuchtigkeit und Wind zusammentreffen. Die Behörden bitten dringend darum, Aktivitäten im Freien während der Mittagsstunden zu meiden, ausreichend zu trinken und besonders auf ältere Menschen, Minderjährige und chronisch Kranke zu achten.
Teneriffa warnt vor hoher Waldbrandgefahr durch Hitze und Trockenheit
„Es gilt, die Einschränkungen zu respektieren und den Wald zu meiden, solange die Hitzephase anhält, um sowohl die Bevölkerung als auch die Naturräume der Insel zu schützen“, sagte Teneriffas Inselpräsidentin Rosa Dávila. Umweltministerin Blanca Pérez appellierte zudem an die Verantwortung der Bürgerinnen und Bürger, Tätigkeiten zu unterlassen, die unter den derzeitigen Bedingungen ein Feuer auslösen könnten.
Wie schnell ein Feuer in dieser Jahreszeit außer Kontrolle geraten kann, zeigte der große Waldbrand vom 15. August 2023. Das Feuer wütete über Wochen und gilt als das schlimmste der jüngeren Geschichte der Kanarischen Inseln. Es brannte sich entsprechend in das kollektive Gedächtnis von Teneriffa ein. Mehr dazu lesen Sie nachfolgend:















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