Die Kanarischen Inseln blicken auf einen „schwarzen Januar“ zurück. Im ersten Monat des Jahres kam es zu sechs bestätigten Fällen von Ertrinken. Eine Frau wird weiter vermisst.
Die Vereinigung „Canarias 1500 km de Costa“ ist nach den kumulierten Küstenkilometern der Kanarischen Inseln benannt. Sie informiert über die Gefahren des Atlantiks rund um den Archipel. Und sie zählt die Wasserunfälle auf und vor den Kanaren.
Laut der Vereinigung kamen im Januar bereits sechs Personen durch Ertrinken ums Leben. Eine Frau, die am Mittwochabend im Norden Teneriffas von einer Welle erfasst wurde, wird weiterhin vermisst. Der Fall gibt Rätsel auf.
25 Wasserunfälle auf den Kanaren
Der Fall von Mittwoch beschäftigt noch immer Suchtrupps und Polizei. Das Paar war erst wenige Wochen zuvor in die Region gezogen. Die Frau war mit ihrem Partner und dem gemeinsamen Hund in Mesa del Mar unterwegs, als eine Welle das Tier erfasste. Während sich der Hund aus eigener Kraft retten konnte, fehlt von der Frau jede Spur. Ob sie den Hund retten wollte oder ebenfalls von der Welle erfasst wurde, ist weiterhin Teil der Ermittlungen.
Während die Vermisste in der Statistik noch nicht berücksichtigt wird, sind sechs andere Fälle bereits bestätigt. Die Unfälle ereigneten sich auf Teneriffa, Gran Canaria, La Gomera, Lanzarote und Fuerteventura.
Laut „Canarias 1500 km de Costa“ war meist Raue See für die Unfälle verantwortlich. Hohe Wellen hätten immer wieder Personen aufs offene Meer gespült. In mehreren Fällen seien dabei Warnungen bewusst missachtet worden, hieß es weiter.
Kanaren: Meist ertrinken erwachsene Urlauber
Ende Januar wurde zudem ein Mann schwer verletzt. Der Betroffene befinde sich noch immer in ernstem Zustand. Außerdem gab es drei mittelschwere Verletzungen, vier leichte Verletzungen und zehn Rettungseinsätze, die glimpflich ausgingen.
Fast alle Unfälle trugen sich in Küstennähe zu. Fünf Männer und eine Frau verloren bei den Wasserunfällen auf und vor den Kanaren ihr Leben. Die Betroffenen stammten aus Deutschland, Spanien und den USA.
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