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Kanaren: Inflation sinkt – und bleibt die höchste des Landes


Die Kanarischen Inseln verzeichnen einen Rückgang der Inflation. Und dennoch bleibt sie in einer der wirtschaftlich schwächsten Regionen des Landes weiter am höchsten.

Von Juan Martín Lesedauer: 2 Minuten

Die gute Nachricht lautet, dass die Inflation auf den Kanaren sinkt. Im November ging sie um 0,2 Prozent zurück. Mit Blick auf die vergangenen zwölf Monate sinkt sie damit wieder auf unter vier Prozent. Allerdings bleiben die Kanarischen Inseln die Autonome Gemeinschaft mit der höchsten Inflation Spaniens (3,8 Prozent).

Seit mehr als einem Jahr liegt der jährliche Anstieg des kanarischen Verbraucherpreisindex (VPI) über dem staatlichen Index. Dieser landete bei nun 3,2 Prozent. Die Kluft wird damit im November größer.

Zurückzuführen ist das ausgerechnet auf den wichtigsten Wirtschaftsmotor der Kanaren: den Tourismus. Das ist der Grund für diesen Effekt.

Kanaren-Tourismus treibt Inflation in die Höhe

Auf der spanischen Halbinsel und auf den Balearen geht die Tourismussaison zu Ende. Die Hotels und andere touristische Angebote werden für den Winter eingemottet. Der in der Inflationsberechnung berücksichtigte Bereich “Restaurants und Hotels” verzeichnet daher einen Rückgang um einen halben Prozentpunkt.

Auf den Kanaren ist das anders. Dort wurde ein Anstieg um sieben Zehntel verzeichnet. Im November führt die touristische Hochsaison zu hoher Nachfrage auf die Beherbergungsbetriebe. Dadurch erhöhen nicht nur die Hotels, sondern auch weitere Anbieter im Tourismus ihre Preise.

Warum die Inflation auf den Kanaren trotz Tourismus sinkt

Dass die Inflation in Summe dennoch in ganz Spanien – also auch auf den Kanaren – zurückging, liegt an einem andere Phänomen: Die Preise für die Energieversorgung gingen spanienweit zurück. Das gilt für die Stromversorgung, aber auch für Treibstoff. Dieser Effekt war groß genug, um das Tourismus-Plus auf den Kanaren zu überlagern.

Trotzdem bleiben Lebensmittel inklusive alkoholfreier Getränke auf den Kanarischen Inseln 11,1 Prozent teurer als im November 2022. Spanienweit lag der Preisanstieg hingegen bei neun Prozent. Am stärksten fiel der Preisanstieg bei Kartoffeln aus. Das kanarische Grundnahrungsmittel wurde um 31,7 Prozent teurer. Es folgen Öl mit 31,1 Prozent und Gemüse mit 25,8 Prozent.

Kerninflation bleibt auf den Kanaren niedrig

Unterdessen bleibt die Kerninflation, also der um Energie und Lebensmittel bereinigte Wert, auf den Kanaren mit 4,1 Prozent niedrig. Nur Extremadura, Aragon, Asturien und Murcia verzeichnen mit 3,8 Prozent eine niedrigere Basisinflation als der Archipel.


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Juan Martín ist redaktioneller Mitarbeiter von Teneriffa News. Zu seinem Autorenprofil geht es hier.

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