Öltanker nach Feuer in Hafen von Gran Canaria geschleppt

Nach einem Feuer an Bord liegt seit Sonntag ein manövrierunfähiger Öltanker im Hafen von Las Palmas auf Gran Canaria vor Anker. Rund sechs Wochen nach dem Untergang eines russischen Fischtrawlers, der seither Öl verliert, bereitet das unter liberianischer Flagge laufende Schiff Anwohnern und Umweltschützen Sorgen. Die „Lady M“ soll in den kommenden Wochen auf Gran Canaria repariert werden.

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Auf seinem Weg vom Persischen Golf in die USA war auf dem mit rund 94.000 Tonnen Öl beladenen Tanker nach der Durchquerung der Straße von Gibraltar ein Feuer ausgebrochen. Die Flammen richteten großen Schaden an den Motoren an, so dass das 249 Meter lange Schiff manövrierunfähig auf dem Wasser trieb.

Havarierter Öltanker wird auf Gran Canaria repariert

Die griechische Reederei bemühte sich mehrere Tage um eine Genehmigung, die „Lady M“ nach Gran Canaria schleppen lassen zu dürfen. Aufgrund der Ölpest, die Mitte April durch den Untergang eines russischen Fischtrawlers vor Gran Canaria ausgelöst wurde, hatten die Behörden den Tanker genau untersucht. Auch auf der „Oleg Naydenov“ war ein Feuer im Maschinenraum ausgebrochen, bevor das Schiff unterging.

Umweltschützer und Anwohner zeigten sich nach der Anfrage der griechischen Reederei besorgt. Wie die Hafenbehörde mitteilte, sei die Gefahrenlage bei der „Lady M“ jedoch nicht vergleichbar. Eine Prüfung des Rumpfs habe ergeben, dass von dem Schiff keine Gefahr ausgehe und es daher in einem Dock auf Gran Canaria repariert werde könne.

Die Verantwortlichen gehen von einer Reparaturzeit zwischen zehn und 15 Tagen aus. Die rund zwölf Jahre alte „Lady M“ solle ihren Weg in die USA noch im Juni fortsetzen, hieß es.

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Veröffentlicht in: Kanaren, Aktuelle Nachrichten

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